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30.04.1999 - 

DV-Geschichte(n) von 1974 bis 1999

Commodore: Vom Volks- zum Personal Computer

Dass ein Unternehmen die Produktion eines Rechners beendet, weil das Nachfolgemodell erfolgreich ist, verwundert nicht. Wird gleichzeitig ein Rechner ganz anderen Typs für ein neues Kundenspektrum angekündigt, spekuliert die Presse. Wenn dann auch noch der Firmenchef geht, gibt es Schlagzeilen. Die bekam im Frühjahr 1984 Commodore, als der VC20 angesichts des VC64-Erfolgs eingestellt und der IBM-kompatible PC-10 annonciert wurde. Die Erklärung: Man wolle mehr Kunden in Unternehmen gewinnen, wie eigentlich schon mit den "Volkscomputern" geplant. Doch die hatten nicht Schreibtische in Büros, sondern Studentenbuden und Kinderzimmer erobert. 1984 hat Commodore allein in Deutschland fast eine halbe Million VCs verkauft.

Der damalige Commodore-Chef Jack Tramiel glaubte nicht an die Vereinbarkeit von Arbeit und Vergnügen, ging und kaufte Atari. Tatsächlich konnte der "Commodore 128" nicht an den Erfolg des VC64 anschließen, auch der "Amiga" verkaufte sich angesichts der Konkurrenz von Atari nicht wie gewünscht. Immerhin gelang der Firma in Deutschland der erhoffte Erfolg mit den neuen IBM-kompatiblen PCs. Doch bald schon konnte die Muttergesellschaft im Preiskampf auf dem US-Markt nicht mehr mithalten. Sie beantragte 1986 Vergleich. Ein Revival der Amiga-Reihe half nicht lange. 1994 kam die endgültige Liquidation. "Die Revolution frißt ihre Computerkinder", hieß es in der COMPUTERWOCHE. 1995 kaufte die deutsche Escom AG für zehn Millionen Dollar die Reste von Commodore - und ging auch bald pleite.