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Netzwerk für Hightech-Unternehmen in Schleswig-Holstein

Community-Treff soll Interessen bündeln

16.03.2001
Der Verein "Community-Treff, Förderkreis Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein" (FDW), hat sich das Ziel gesetzt, innovative Technologie-Unternehmen und Gründer im nördlichsten Bundesland zu unterstützen. Von Holger Eriksdotter*

Die Idee für den Verein ist aus einer Initiative der Gründungsmitglieder Investitionsbank Schleswig-Holstein, Technologie-Transfer-Zentrale Schleswig-Holstein und dem Hamburger Risikokapitalgeber Techno-Nord hervorgegangen. Diese hatten im November letzten Jahres in den Räumen der Ariva AG in Kiel - einem weiteren Gründungsmitglied - den ersten Community-Treff im nördlichsten Bundesland organisiert. Die starke Resonanz auf die Veranstaltung, zu der sich mehr als 500 Unternehmer der digitalen Branche zusammenfanden, zeigte, dass die jungen Hightech-Firmen der Region eine Kommunikationsplattform brauchen. "Mehr als hundert Teilnehmer sprachen sich für den Ausbau einer Plattform für die digitale Branche aus", erläutert Herbert Jacobs, Vorsitzender des neu gegründeten Vereins.

In einem ersten Schritt will sich der Verein als zentrale Anlaufstelle für Unternehmen aus den Bereichen E-Business, digitale Medien, Informations- und Telekommunikationstechnologie sowie Biotechnologie und Life-Science anbieten. Dabei sieht Jacobs das Angebot des Vereins als Teil des umfassenden Fördernetzes der Technologie- und Wirtschaftsfördereinrichtungen seines Bundeslandes - mit dem Fokus auf die besonderen Bedürfnisse der meist jungen Unternehmen der digitalen Branche.

Über den Ausbau der Community-Treffen zu einer regelmäßigen Institution hinaus plant der Verein weitere Angebote für seine Klientel: Neben der Erweiterung der Internet-Seite zu einer zentralen Informationsplattform (www.community-treff-sh.de) ist die Einrichtung eines Informationsbüros ebenso im Gespräch wie ein regelmäßiger Newsletter und Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen. Mit dem Ohr am Puls der Szene wollen die Initiatoren mit Informationsangeboten die Hightech-Gemeinde unterstützen und die Attraktivität des Standorts erhöhen.

Rundum-BetreuungEin Forum zum Thema Kapitalbeschaffung, das besonders bei Existenzgründern und jungen Unternehmen auf großes Interesse stößt, ist fest geplant - weitere sollen folgen. Aber damit ist für den Vereinsvorsitzenden das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Mit Blick auf die Nachbarn in Hamburg, die mit ihrer Initiative Newmedia@work ein erfolgreiches Gesamtkonzept zur Unterstützung der digitalen Branche etabliert haben, kann er sich den Ausbau des Angebots von der gezielten Aus- und Weiterbildung bis zur Rundum-Betreuung innovativer Unternehmen vorstellen.

Finanzieren will sich der Verein vor allem über die Mitgliedsbeiträge. Schon im ersten halben Jahr rechnen die Gründer mit etwa 40 neuen Mitgliedsunternehmen. Ein weiteres, noch ausbaufähiges Finanzierungsmodell sieht Jacobs im Sponsoring. Ariva-Vorstand und FDW-Gründungsmitglied Steffen Ehlers, dessen Unternehmen bereits den ersten Community-Treff gesponsert hat, pflichtet ihm bei: "Je größer der Bekanntheitsgrad und der Nutzen des Vereins für die Branche, desto eher werden die Unternehmen bereit sein, als Sponsoren aufzutreten."

Der zweite, diesmal vom Hauptsponsor Distefora AG mitfinanzierte Community-Treff, der Ende Februar in Kiel stattfand, bestätigt die Gründungsmitglieder in ihrem Optimismus: Mehr als 600 Teilnehmer trafen sich am Kieler Hafen und nutzten die Chance zum Gedankenaustausch. Beeindruckt zeigte sich auch Michael Rocca, künftiger Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Schleswig-Holsteins: "Die Aktivitäten des Vereins gehören zu den Dreh- und Angelpunkten für Unternehmen der New Economy. Sie helfen dabei, Schleswig-Holstein zu einem noch attraktiveren Standort für Hightech-Unternehmen zu machen."

*Holger Eriksdotter ist Journalist in Hamburg