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23.02.2001 - 

Umsatz steigt hierzulande prozentual stärker als bei der Konzernmutter

Compaq Deutschland bilanziert gutes Inlandsgeschäft

MÜNCHEN (CW) - Die Compaq Computer GmbH kann auf ein vergleichsweise erfreuliches Jahr 2000 zurückblicken: Der Umsatz stieg gegenüber 1999 um rund zwölf Prozent, lag damit also über dem weltweiten Zuwachs des Mutterkonzerns von zehn Prozent.

Zum Gewinn der deutschen Dependance äußerte sich Peter Droste, Vice President und General Manager sowie Chef von Compaq Deutschland, nicht so deutlich. Er sagte lediglich, der Ertrag "liege prozentual vom Umsatz im zweistelligen Bereich".

Alle fünf Produktsegmente, also auch die Personal Systems Group mit den PC-Systemen, hätten im abgelaufenen Geschäftsjahr schwarze Zahlen geschrieben. Insbesondere in Bezug auf die PC-Sparte ist dies bemerkenswert, musste der Weltmarktführer in diesem Segment doch auch in Deutschland 1999 noch Verluste melden. Droste hob insbesondere die Leistung von Direktorin Karola Bode und ihrer kleinen Consumer Group hervor. Sie habe im abgelaufenen Jahr "ein tolles Ergebnis" hingelegt.

Droste sagte ferner, Compaq Deutschland habe im Jahr 2000 rund 50 Millionen Mark über das Internet umgesetzt. Insgesamt betrug der Umsatz 4,1 Milliarden Mark (1999: 3,6 Milliarden Mark). Weltweit lag er bei 42,4 Milliarden Dollar (siehe CW 5/01, Seite 41). Deutschland, so Droste weiter, sei der größte IT-Markt Europas mit dem stärksten Wachstum im Jahr 2000 (zwölf Prozent). Für das laufende Geschäftsjahr hat sich Droste ein Umsatzergebnis von 4,9 Milliarden Mark - O-Ton Droste: "Eigentlich wünsche ich mir eine Fünf vor dem Komma" - vorgenommen.

Beim Verkauf von Hardware konnte sich Compaq von der Konkurrenz gut abheben: Mit einem Wachstum von 15,4 Prozent wuchs der Hersteller stärker als der Markt (10,2 Prozent).

Allerdings gibt es auch einen Wermutstropfen in der Jahresbilanz: Das Segment Customer Services konnte bei Compaq Deutschland zwar um 15 Prozent gegenüber 1999 expandieren und liegt damit ebenfalls über der Marktentwicklung. Droste musste aber im Gesamtsegment Global Services, in dem Customer Services und Professional Services zusammengefasst sind, einen Geschäftsrückgang von 0,5 Prozent verzeichnen. Der Grund: Das Small-and-Medium-Business läuft bei Compaq nach wie vor nicht, und dies trotz diverser Bemühungen in der Vergangenheit, mit Partnern ein deutschlandweites Dienstleistungsnetz aufzubauen. Jetzt, so Droste gegenüber der CW, plane man einen Neuanfang - wieder mit Partnern.

Die Eingliederung von Tandem und Digital Equipment ist nach Droste im Prinzip vollzogen, aber "es wäre einfach gelogen zu sagen, dass wir alle Probleme im Zusammenhang mit diesen beiden Fusionen schon völlig gemeistert hätten".

Künftig will sich Compaq zudem einem neuen Aktionsfeld widmen: "Wireless Computing". Hinter diesem Schlagwort verbirgt sich die Strategie, Informationen an jedem Ort für jeden zugänglich zu machen. Drei Kompetenzzentren, die Lösungen für das Wireless-Segment entwickeln sollen, sind bereits gegründet. Außerdem bietet das Unternehmen schon eine Anwendung an, die zusammen mit Compaqs "Ipaq"-Westentaschen-PC benutzt wird: "Tegaron" ist eine über Saturn Hansa für rund 2200 Mark erhältliche GPS-Navigationslösung.

Der Ipaq-Rechner scheint sich zum Kassenschlager zu mausern. Seit Oktober 2000 werden pro Monat 50000 dieser 1300 Mark teuren Geräte gefertigt. Droste: "Wir planen aber, auf 100000 Stück pro Monat zu kommen."