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21.08.1998 - 

Der Hardwareriese verstärkt seine SET-Strategie

Compaq drängt auf den Markt für sichere Zahlungen im Internet

Die Zukunft bei den sicheren elektronischen Transaktionssystemen gehört nach Aussage von Compaqs E-Commerce-Manager Roger Mathews dem SET-Protokoll. Compaqs Konzernstrategie sieht vor, daß der Partner Globeset die Tools für den SET-Einsatz liefert, während sich Digital um die Implementierung der Lösungen kümmert. Der Hardwareriese aus Houston, Texas, will die Anwender mit den dafür nötigen Rechnern versorgen.

Der Plan hat nur einen Haken: SET konnte sich in seiner inzwischen zweijährigen Test- und Pilotphase nicht durchsetzen. Gerade in den USA vertrauen die User inzwischen auf Kryptografie-Lösungen mit 128-Bit-Schlüsseln. Auf lange Sicht jedoch glaubt Compaq-Stratege Mathews an das Marktpotential von SET. Für große Transaktionsvolumina, unter anderem im Business-Bereich, sei das Verfahren die einzig praktikable Lösung, zumal es auch eine höhere Sicherheit verspreche.

Gerade steigende Umsätze im E-Kommerz werden laut Mathews vermehrt Betrüger auf den Plan rufen. Dem müssen insbesondere Banken und Finanzdienstleister einen Riegel vorschieben, um das Kundenvertrauen in den elektronischen Handel nicht zu gefährden. Demzufolge gewichtig ist die Phalanx der Unternehmen, die auf das SET-Protokoll setzen. Im sicherheitsbewußten Deutschland zählen die führenden Großbanken dazu, ferner Kreditkartenunternehmen wie Mastercard und Visa sowie IT-Riesen ê la Microsoft und IBM.

Dringt Compaq nun ebenfalls in den Kreis der SET-Geburtshelfer vor, scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis das Verfahren zum Standard wird. E-Commerce-Stratege Mathews jedenfalls ist überzeugt, daß SET spätestens im Jahre 2001 die ersten Erfolge einfährt. Der Teufelskreis: Wächst der E-Commerce nicht, kann sich SET nicht zügig durchsetzen. Ohne sichere Lösungen fällt aber auch das Umsatzwachstum im elektronischen Handel geringer aus.