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21.11.1986 - 

US-japanisches Halbleiterabkommen hat Folgen:

Compaq errichtet Fabrik in Singapur

MÜNCHEN (CW) - Die Compaq Corp. hat aus dem US-Japanischen Halbleiterabkommen ihre Konsequenzen gezogen: Der zweitgrößte US-Hersteller von Personal Computern wird in Singapur ein Werk zur Montage von gedruckten Schaltungen errichten.

Die Tochtergesellschaft der Compaq in Singapur soll ab etwa Mitte des kommenden Jahres mit der Fertigung von elektronischen Platinen für Compaq-Produkte beginnen. Zunächst ist geplant, daß die neue Fabrik nur Leiterplatten herstellt und sie mit Mikroprozessoren und Speicherchips für die PC-Fertigung in Houston bestückt.

In letzter Zeit hatte die amerikanische Computerindustrie als Hauptabnehmer der Halbleiterproduzenten verstärkt auf die negativen Auswirkungen des Halbleiterpaktes hingewiesen. Vor allem die künstlich hochgehaltenen. Chip-Preise sind ihr ein Dorn im Auge. Dennoch ist Compaq dem Vernehmen nach der erste große Chip-Abnehmer, der das Halbleiterabkommen als einen Hauptgrund für die Entscheidung, in Asien zu fertigen, nennt.

Compaq-Boß Rod Canion erklärte, das Unternehmen habe zwar schon längere Zeit den Standort Singapur für die Errichtung eines Werkes in Erwägung gezogen, denn schließlich lägen die Vorteile, wie niedrige Steuersätze, geringe Kosten und kürzere Lieferzeiten für Rohmaterial auf der Hand. Das Halbleiterabkommen jedoch habe die Entscheidung beschleunigt.

Marketing-Manager Michael Swavely fügte hinzu, die Chip-Übereinkunft zwischen den USA und Japan enthalte einige unsinnige Regelungen, die US-Unternehmen ins Ausland treiben könnten. In dem Werk in Singapur, bei dem es sich um die erste Produktionsstätte des Unternehmens im Ausland handelt, sollen 200 Mitarbeiter beschäftigt werden. Compaq betont, daß es aus diesem Grund zu keinen Entlassungen in den USA kommen werde.