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Großunternehmen favorisieren Windows


12.04.1991 - 

Compaq gewinnt bei Desktops und Laptops weiter an Boden

LONDON (ciw) - Deutsche Großanwender entscheiden sich beim Kauf von PCs und PC-Software immer selbstbewußter - auch gegen die IBM. Zwar ist Big Blue beim Kauf von Dektops in 35 Prozent der Fälle immer noch der Ansprechpartner Nummer eins, aber die Compaq Corp. wird in diesem Jahr mächtig aufholen. Auch bei den Laptops schicken sich die Texaner an, dem Marktführer Toshiba das Leben schwer zu machen.

Das zumindest ist das Ergebnis einer Studie, die das Marktforschungsinstitut Strategic Resource & Information kürzlich vorgelegt hat. Noch sitzt IBM bei Microprozessor-basierten Rechnern fest im Sattel. Mehr als 40 Prozent der installierten PCs in deutschen Großunternehmen stammen von Big Blue - gefolgt von Compaq, die laut Studie nur ein Viertel davon an den Mann bringen konnten. Die anderen Hersteller spielen bei den sogenannten Big Accounts nur eine kleine Rolle. Ihre Installationen belaufen sich auf unter fünf Prozent. "IBMs Führung ist unter anderem deshalb noch unangetastet, weil sie schon länger an diese Klientel verkaufen", erklärt Jean de Gheldere, Senior-Analyst des englischen Instituts Strategic Resource & Information. Die Augurengruppe befragte 5000 europäische Großunternehmen nicht nur nach ihren PC-Kaufabsichten und -entscheidungen in diesem Jahr, sondern analysierte darüber hinaus die gesamte Mikrosystem-Umgebung in diesen Firmen. In Deutschland erhielt die Gruppe Antworten von mehr als 40 Prozent (1281) aller Unternehmen mit über 500 Angestellten (siehe auch CW Nr. 11, vom 22. Februar 1991, Seite 1, "Für deutsche Anwender...").

Anwender entscheiden sich immer öfter für Laptops

Betrachte man allerdings die Kaufentscheidungen für 1991, so de Gheldere weiter, schneiden die Texaner sehr viel besser ab. Im Desktop-Bereich haben sich demnach 35 Prozent der Anwender für IBM entschieden, aber immerhin schon 15 Prozent für Compaq. Für den Research-Mann hat der PC-Spezialist als einziges Unternehmen "das Potential, um IBM im PC-Bereich herauszufordern". Die anderen "Player" werden nur zu ungleich niedrigeren Anteilen in die Kaufüberlegungen der Groß-Anwender einbezogen: Sie liegen alle unter fünf Prozent.

Während das Geschäft mit normalen PCs bekanntermaßen nicht mehr allzu stark wächst, soll der Laptop-Markt boomen. Der Untersuchung zufolge wird jeder fünfte der 1991 gekauften Mikros ein Portabler sein. In diesem Sektor verläuft die Entwicklung hierzulande allerdings anders als in den übrigen europäischen Ländern: So sollen sich mit über 40 Prozent in diesem Jahr mehr Anwender für die tragbaren von Compaq entscheiden als für die Produktpalette des Spezialisten und Marktführers Toshiba, für die sich noch 35 bis 40 Prozent erwärmen können. "Toshiba hat zwar einen sehr guten Ruf als Laptop-Hersteller, aber sie bieten im Desktop-Bereich nichts Ernstzunehmendes an", erläutert de Gheldere. Er hält es deshalb für sehr wahrscheinlich, daß sich diese Einseitigkeit mittelfristig negativ auf die Positionierung des Herstellers auswirkt.

Außerdem legte Strategic & Resource Zahlen über die Kaufabsichten für Grafische Oberflächen (siehe Grafik Seite 1) vor. Demnach haben sich unter deutschen Großanwendern, die sich für grafische Benutzeroberflächen interessieren, 74 Prozent für Windows von Microsoft entschieden. X-Windows liegt mit 10 noch einen Prozentpunkt über dem OS/2 Presentation Manager.