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10.11.1998 - 

Die Gewinner sind die Direktanbieter und die IBM

Compaq gibt im US-amerikanischen PC-Markt Anteile ab

10.11.1998
MÜNCHEN (CW) - Die Marktforscher von Dataquest und IDC legten die für Compaq wenig schmeichelhaften PC-Verkaufszahlen für das dritte Quartal offen.

Die Analysten beider Unternehmen setzten zwar jeweils den PC-Hersteller aus Houston auf Platz eins bei den in den USA ausgelieferten Systemen, konstatierten jedoch im dritten Quartal einen Rückgang des Marktanteils um mehr als vier Prozent. Wegen der unterschiedlichen Bewertungsmethoden - IDC schließt in seine Berechnungen die verkauften PC-Server mit ein, Dataquest nicht - differieren die exakten Zahlen ein wenig: Nach IDC beträgt der Compaq-Anteil nun 15,8 (im Vorjahr 19,6) Prozent, bei Dataquest 15 (im Vorjahr 19,2) Prozent.

IDC und Dataquest berichten einstimmig, daß Compaq im dritten Quartal rund acht Prozent weniger PCs absetzen konnte als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Pfeiffer-Company lieferte nur rund 150 000 PCs mehr als der Zweitplazierte Dell, der sich damit 13,4 (im Vorjahr 10,1) Prozent vom PC-Markt in den USA sichern konnte. Laut Dataquest verkaufte Dell 56 Prozent mehr PCs als im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Profitiert von der Compaq-Schwäche haben auch IBM, HP und Gateway, die alle Anteile hinzugewinnen konnten. IBM ist laut IDC von Rang sechs im zweiten Quartal (7,8 Prozent) auf Platz drei (9,1 Prozent) aufgestiegen und steigerte den Umsatz um zirka 36 Prozent. Dies sei hauptsächlich auf die "Aptiva"-PCs zurückzuführen, die von den privaten Endkunden gut angenommen wurden. Im Business-Bereich räumte IBM stagnierende Umsätz ein.

Die Nummer fünf, Gateway, halbierte den Abstand zum Vierten Hewlett-Packard. Gateways Marktanteil stieg in den USA von 6,5 auf 8,2 Prozent, der von HP von 7,5 auf 8,4 Prozent, errechneten die IDC-Analysten.

Den Direktanbietern bescheinigen die Analysten die größten Erfolge, nicht zuletzt durch den steigenden Absatz von PCs, die im Web angeboten werden. Hinzu komme, daß Gateway und Dell ihre Rechner nach dem Built-to-order-Konzept anfertigten, also kaum Lagerware vorhielten. Vor allem Compaq kämpfte mit einem hohen Lagerbestand, der sich zur Jahreswende auch bei den Händlern ansammelte und insbesondere die Zahlen des zweiten Quartals beeinflußte.