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21.10.1988 - 

Kompatiblen-Hersteller entscheidet sich für offene Architektur:

Compaq kehrt Mikrokanal den Rücken

MÜNCHEN (ch) - Die Diskussion um den als neuen Industrie-standard propagierten EISA-Bus beherrscht derzeit die PC-Szene. Vorläufiger Höhepunkt ist die Bekanntgabe von Compaq, alle Mikrokanal-Entwicklungen einzustellen.

Wie Rod Canion, der Chef des PC-Herstellers, bekanntgab, hat das Unternehmen alle MCA-bezogenen Entwicklungen aufgegeben. Canion erklärte vor der Presse, daß diese Entscheidung auf das Kaufverhalten der PC-Kunden zurückzuführen sei. Sein Unternehmen sei bereit gewesen, MCA-Produkte anzubieten, "wenn der Markt dafür votiert hätte". Statt dessen entwickelt Compaq jetzt seine High-End-Produkte auf Basis des jedem Interessierten offenstehenden EISA-Konzepts.

"Compaq hat eine Menge Kraft hineingesteckt, den Mikrokanal zu verstehen, bis hin zur Entwicklung eigener Mikrokanal-Chips", führte Canion aus. Aus dieser intimen Kenntnis des Sujets heraus habe sein Unternehmen auch viel über dessen Schwächen erfahren. Gleichzeitig trat Gary Stimac, Compaqs zuständiger Manager für Systems Engineering, der von interessierter Seite propagierten Vorstellung entgegen, der EISA-Bus sei nicht für Multiprozessor-Betrieb geeignet.

Nach Ansicht von Compaq-Offiziellen wird der Hochleistungs-Bus allerdings nicht die zentrale Rolle in der PC-Welt spielen. Der größte Teil aller Arbeitsplatzrechner werde weiterhin mit einem 16-Bit-Bus ausgestattet bleiben, da dies für die meisten Anwendungen vollauf genüge. Einen Vorteil biete ein solcher reiner Hochleistungs-Bus erst in Multiuser- und Multitasking-Systemen. Allerdings sei mit der für 1989 geplanten Einführung des neuen High-End-Prozessors 80486 von Intel ein Schub für den Bereich des Workgroup-Computing zu erwarten.