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18.07.1997 - 

Fünf Milliarden Dollar Umsatz im zweiten Quartal

Compaq schwenkt auf neues Vertriebskonzept ein

In der vergangenen Woche gab der Hersteller die Ergebnisse seines zweiten Quartals (Ende: 30. Juni 1997) bekannt. Demnach stieg der weltweite Umsatz auf glatte fünf Milliarden Dollar. Verglichen mit dem Vorjahr, kommt dies einem Wachstum von 25 Prozent gleich. Die verkauften Stückzahlen kletterten im selben Zeitraum um 42 Prozent gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode.

Der Gewinn stieg um 58 Prozent auf insgesamt 422 Millionen Dollar (1,48 Dollar pro Aktie). Zieht man davon eine einmalige Belastung aus dem Zukauf der Firma Microcom ab (208 Millionen Dollar oder 73 Cent je Anteilschein), verbleibt letztlich ein Reingewinn von 214 Millionen Dollar oder 75 Cent pro Aktie. Damit liegen die Profite 19 Prozent unter denen des zweiten Quartals 1996, als Compaq 267 Millionen Dollar verdient hatte.

Neues Geschäftsmodell: Compaq wird flexibler

Weit überraschender als die Quartalsergebnisse kam jedoch die Ankündigung eines neuen Geschäftsmodells, mit dem die Texaner vor allem Direktanbietern wie Dell und Gateway 2000 Paroli bieten wollen. Das ODM besteht aus drei Programmen. Mit "Build to Order" (BTO) hat Compaq in den USA schon begonnen. 13 neue Modelle der Reihen "Deskpro 2000" und "Deskpro 4000" werden bereits nach dem Verfahren gebaut, das kürzere Produktionszeiten, höhere Produktverfügbarkeit und Planungssicherheit sowie geringere Lagerhaltung im Vertriebskanal und niedrigere Produktionskosten ermöglichen soll. Die Einsparungen gibt die Pfeiffer-Company an ihre Kunden weiter, daher liegen die Preise der neuen Deskpros um bis zu 22 Prozent unter denen der Vorgängermodelle.

Die beiden anderen Bestandteile von ODM, die in den USA bereits im dritten Quartal 1997 eingeführt werden, hören auf die klangvollen Namen "Configure to Order" (CTO) und "Channel Configuration Program" (CCP). Dahinter verbergen sich zum einen die Möglichkeit, sich anhand einer bestimmten Palette von Optionen ein System von Compaq maßschneidern zu lassen, und zum anderen die Absicht, Value Added Resellers (VARs) mit teilfertigen Systemen zu versorgen, die diese dann gemäß Kundenwünschen erweitern können. In Deutschland kommt BTO in Kürze zum Einsatz, CTO startet Anfang 1998. Über die Einführung des Channel Configuration Program hat Compaq noch keine endgültige Entscheidung getroffen.

Zum 14. Juli als Stichtag vollzieht Compaq einen Aktiensplit, nachdem der Vorstand Anfang des Monats seine Zustimmung gegeben hatte. Alle registrierten Aktionäre erhalten für zwei Aktien, die sie besitzen, drei weitere Stammaktien, die Ende Juli ausgegeben werden sollen. Ende Juni 1997 befanden sich 276 Millionen Anteilscheine auf dem Markt, nach Abschluß des Aktientauschs wird sich die Zahl auf 690 Millionen erhöhen.