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19.01.2001 - 

Neue Modelle von HP und Sun werden erwartet

Compaq setzt auf flache Appliance-Server

MÜNCHEN (CW) - Im Markt für schlanke Server-Appliances wird die Konkurrenz immer größer. Die Anbieter versuchen, aufstrebende Internet-Firmen für ihre Modelle zu gewinnen. Mit neuen Rechnern von Compaq, Hewlett-Packard und Sun wird die nächste Runde im Kampf um die Kunden eingeläutet.

Compaq erweitert mit dem Modell "DL320" seine "Proliant"-Reihe. Der Rechner soll sich laut Hersteller durch seine flache Bauweise vor allem für größere Rack-Installationen eignen. Mit einer Bauhöhe von einer Höheneinheit (1U = 1,75 Zoll = 4,45 Zentimeter) bezeichnet Compaq diese Server-Klasse als "ultradicht".

Der DL320 ist als Ein-Wege-Server ausgelegt. Zum Einsatz kommen Intel-Pentium-III-Prozessoren mit einer Taktrate von 800 Megahertz. Den Hauptspeicher, der standardmäßig mit 128 MB bestückt ist, können Anwender bis zu einer Kapazität von 2 GB ausbauen. Der Rechner bietet Platz für maximal zwei Festplattenlaufwerke. Alternativ können Kunden zwischen ATA-100- oder Wide-Ultra-2-SCSI-Drives wählen. Die maximale Plattenkapazität beträgt 40 GB.

Der neue Proliant-Server bietet einen PCI-Steckplatz für Erweiterungskarten. Ferner lassen sich über eine serielle und zwei Universal-Serial-Bus- (USB-)Schnittstellen weitere externe Geräte anschließen. Der Netzanschluss funktioniert über zwei eingebaute 10/100-Fast-Ethernet-Karten. Laut Hersteller sind alle wichtigen Komponenten ohne Werkzeugeinsatz zugänglich.

Als Betriebssysteme unterstützt der DL320 die Windows-Varianten NT und 2000. Ferner können Anwender die Systeme auch mit Solaris von Sun oder Linux ordern. Unterstützt werden die Distributionen von Red Hat, Suse, Turbolinux und Caldera. Für die Administration des Servers liefert Compaq die Programme "Insight Manager" und "Smart Start" mit. Mit dem Insight Manager lässt sich der Betrieb der Rechner überwachen. Smart Start bietet Tools, mit deren Hilfe sich die Server konfigurieren lassen.

Compaq adressiert mit seinem jüngsten Server-Modell Anwendungsbereiche wie Mail-, File- und Print-Dienste sowie Web-Server, Web-Hosting, Video-Streaming und kleinere Datenbanken. Mit der Proliant-Reihe ließen sich nach Angaben der Texaner Multi-Server-Umgebungen mit Tausenden von Rechnern aufbauen, die einfach zu warten und verwalten seien. Der DL320 ist ab sofort in Deutschland verfügbar. Die Preise für den Proliant-Server beginnen bei 5680 Mark.

Branchenbeobachter erwarten, dass die Konkurrenten bald nachziehen. So werde Hewlett-Packard, das den Markt für Server-Appliances zuletzt wegen der Superdome-Entwicklung etwas vernachlässigt hat, in den nächsten Tagen ebenfalls neue ultradünne Server vorstellen. Auch von Sun, das im letzten Dezember die Akqusition von Cobalt Networks abgeschlossen hat, erwarten die Analysten bald neue Flach-Server.

Joyce Becknell, Direktor für Computerplattformen und -architekturen bei dem Marktforschungsunternehmen Aberdeen Group, führt drei Gründe an, warum der Markt für dünne, Rack-fähige Server momentan sehr viel verspricht: Die Rechner seien günstig, was vor allem Unternehmen im E-Business-Umfeld anspreche, die ihre IT oft sehr schnell ausbauen müssen. Ferner könnten die Geräte einfach im Netz integriert werden. Drittens seien Service-Provider in der Lage, mit den Flach-Servern günstige Web-Hosting-Angebote zu definieren.