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06.08.1999 - 

Leistungsschub für Wildfire-Server

Compaq setzt auf Puma statt auf Numa

MÜNCHEN (CW) - Compaq entwickelt unter dem Codenamen "Puma" eine eigene Numa-Technologie. Die ersten Server wollen die Texaner offiziell im September vorstellen.

Compaq geht hinsichtlich der Multiprozessortechnologie Numa (Non Uniform Memory Access) seinen eigenen Weg. Die unter dem Codenamen Puma (Practically Uniform Memory Access) entwickelte Lösung soll laut Hersteller leistungsfähiger sein als andere Numa-Technologien, wie beispielsweise Numa-Q von Sequent oder SGIs ccNuma.

Nach Informationen des britischen Nachrichtendienstes "Computergram" soll der Vorteil der Compaq-Lösung in einer deutlich verkürzten Latenzzeit liegen. Die Latenzzeit gibt an, wie lange der Prozessor auf den Datenaustausch mit dem Hauptspeicher warten muß.

Laut Richard George, Produktmanager bei Compaq, werde die Latenzzeit in einem Acht-Wege-System bei etwa zwei Nanosekungen liegen. Die maximale Wartezeit nach dem Einbau weiterer Prozessorkarten werde vermutlich etwa zehn Nanosekunden betragen. Im Vergleich dazu liege die Latenzzeit in einem Numa-Q-System von Sequent bei etwa 180 Nanosekunden.

Wie aus Firmenkreisen verlautete, verwenden die Texaner mit ihrer neuen Puma-Technik zwar eine Numa-ähnliche Adressierung des Hauptspeichers; das Geheimnis der schnelleren Performance liege aber in den leistungsfähigeren Switches. So beträgt der Datendurchsatz den Angaben zufolge 4,6 Gbit/s. Sequents "IQ-Link-SCI-Bus" schaffe dagegen nur etwa 1 Gbit/s.

Als erste Systeme sollen Compaqs "Wildfire"-Server mit der Puma-Technologie ausgerüstet werden. Die mit auf 767 Megahertz getakteten Alpha-CPUs ausgestatteten Rechner werden laut Hersteller in Basiskonfigurationen mit 16 oder 32 Prozessoren zu haben sein.

Über die Verfügbarkeit der Maschinen sowie deren Preise gibt es noch keine amtlichen Verlautbarungen von Comaq. Die offizielle Ankündigung der neuen Wildfire-Server findet erst im September statt. Mit der Auslieferung der ersten Systeme rechnen Insider am Jahresende. Cluster-Konfigurationen mit bis zu 512 Prozessoren werden erst spät im nächsten Jahr erwartet.