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Schon jeder achte PC mit Intel-Prozessor in den USA ist ein 386er:

Compaq stabilisiert Platz zwei in den USA

13.11.1987

DALLAS/MÜNCHEN (CW) - Die neuen PC-Spitzenmodelle der IBM, PS/2-60 und -80, tun dem Erfolg der Compaq-Systeme In den USA keinen Abbruch. Nach der Storeboard-September-Umfrage im amerikanischen Computer-Fachhandel verbesserten die Texaner ihren Marktanteil in diesem Bereich auf 29 Prozent des Umsatzes.

Die Befragung, die das Marktforschungsinstitut Storeboard Inc. monatlich im Auftrag der CW-Muttergesellschaft IDG Communications durchführt, zeigt einen anhaltend negativen Trend für Big Blue. Nur noch 35,6 Prozent der über den Handel ausgelieferten PC-Stückzahl tragen das IBM-Label. Das bestverkaufte System des Marktes ist allerdings nach wie vor das Modell 30 der PS/2-Serie; auf Platz zwei und drei behaupten sich das stärkere Modell 50 und der AT in seiner letzten, "getunten" Version. Der PS/2-60 schaffte gerade noch den Einstieg in die Top Ten, während die 386er-Variante, das Modell 80, unter "ferner liefen" landete. Compaqs direktes Konkurrenzgerät Deskpro 386 bleibt der erfolgreichste Computer dieser Leistungsklasse auf dem Markt.

Allerdings plagen den Senkrechtstarter aus Houston, einem Bericht des lDG-Newsletters "IBM Watch" zufolge, derzeit Lieferprobleme. Die absetzbaren Stückzahlen könnte Compaq in seinen Werken nicht produzieren, ohne Abstriche an der Qualität zu machen. Deshalb verärgert man lieber seine Kunden mit Lieferzeiten.

Der texanische Hersteller arbeitet ohnehin am oberen Rand dessen, was ein Unternehmen an Wachstum verkraften kann. So verdoppelte die Firma im dritten Quartal ihren Umsatz auf 313 Millionen Dollar - ungefähr soviel wie der gesamte Jahresumsatz von 1984. In den ersten neun Monaten summierten sich die Einnahmen gar auf 792 Millionen Dollar, so daß das Überschreiten der Umsatzmilliarde im laufenden Geschäftsjahr nicht mehr in Frage steht. Erst 1985 hatte Compaq die 500-Millionen-Dollar-Hürde genommen und sich unter den Fortune-500-Unternehmen etabliert.

Ganz so erstaunlich, wie es auf den ersten Blick scheint, ist Compaqs Marktanteil mit 21,4 Prozent im September nach Stückzahl - und auf die ersten drei Quartale 1987 gerechnet auch nach Wert - freilich nicht. Denn für den fachhandelstreuen Deskpro-Produzenten entspricht der von Storeboard ermittelte Absatz 100 Prozent seines Geschäfts. Die IBM dagegen setzt - wie auch andere Mainframer - größere PC-Stückzahlen im Direktvertrieb ab.