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10.10.1997 - 

Unterschiede zum PC bleiben unklar

Compaq stellt Net PC als neues Konzept für Clients vor

Compaq steht jedoch mit seinem System momentan noch recht einsam da. IBM hat sich aus der Net-PC-Entwicklung zurückgezogen. Hewlett-Packards (HPs) Konkurrenzprodukt "Net Vectra" läßt auf sich warten. Allerdings ist HP prinzipiell ein Vertreter der Net PCs. Die Einführung der "Net-Vectra"-Modelle verschiebt sich aber auf einen Zeitpunkt im November 1997. Die Kosten für die Rechner werden ungefähr bei 1000 Dollar liegen. Network Computer (NCs) wird HP aber, wie Petra Wochnik von der deutschen HP-Niederlassung in Böblingen sagte, nicht anbieten.

Hauptvorteile der Net PCs sind nach Aussagen von Compaqs Desktop-Division-Produkt-Managerin Nathalie Wilde die zentrale Administration beliebig vieler vernetzter Net PCs.

Außerdem könne ein Systemverwalter exakt festlegen, wozu ein Anwender das System benutzen dürfe. Zudem gestalte sich die Software-Installation sowie die Wartung dieser Geräte sehr viel einfacher. Ferner könnten diese Maschinen per Fernsteuerung aus einem Schlummerzustand "aufgeweckt" und wieder heruntergefahren werden. Alle diese Funktionen seien serienmäßig installiert.

DHCP ist im ROM abgelegt

Der Deskpro 4000N unterstützt die Verwaltung der Net PCs im Netz BIOS-seitig über das Desktop Management Interface (DMI). Im ROM abgelegt ist zudem das Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP). Hierbei handelt es sich um ein von Microsoft eingeführtes Protokoll, das die Gates-Company zunächst 1994 mit der NT-Server-Version 3.5 präsentierte.

Es wird unter anderem dazu benutzt, Internet-Protocol-(IP-) Adressen PCs zuzuordnen, die in einem Windows-basierten LAN verbunden sind. Über das IP "bootp" können Compaqs Net PCs über das Netz hochgefahren werden. Compaqs Maschinen unterstützen ferner Microsofts "Zero Administration Kit" (ZAK).

Net-PC-Technologie auch in Desktop-Systemen

Die Rechner besitzen - dies der wesentliche Unterschied zu PCs - kein Disketten- und CD-ROM-Laufwerk. Sie arbeiten mit Pentium-MMX-Prozessoren (maximale Taktrate 200 Megahertz), der Arbeitsspeicher kann bis zu 256 MB betragen. Eine Festplatte mit 1,6 GB Fassungsvermögen ist in das per Software verriegelbare Gehäuse eingebaut.

Prinzipiell unklar bleibt, welche Vorteile ein Net PC gegenüber einem PC haben soll. Prinzipiell können PCs schon immer ohne Diskettenlaufwerk geliefert werden. Ferner läßt sich über Windows NT zentral, also softwaremäßig, bei allen Clients das Diskettenlaufwerk deaktivieren, um die Einschleusung etwa von Viren zu verhindern. Die Karstadt AG tut nach den Worten von DV-Manager Uwe Meyer genau dies.

Herkömmliche PCs unterstützen wie Net PCs zudem alle Standards, Protokolle und Schnittstellen, die für eine leichte Administrierung sowie für Fernwartungsaufgaben nötig sind. Nicht umsonst schreibt Compaq selbst, man werde die neuen Net-PC-Technologien sukzessive in alle PCs der Deskpro-Linie integrieren.