Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

04.02.2000 - 

Vertriebspartnerschaft mit Abnahmegarantie am Ende

Compaq zahlt Abfindung an Cabletron

MÜNCHEN (CW) - Das Vertriebsabkommen mit Abnahmegarantie zwischen Compaq und Cabletron steht vor dem Aus. 123 Millionen Dollar soll Compaq als Ausgleich an den ehemaligen Geschäftspartner zahlen. Ein neuer Vertrag ist jedoch vorgesehen.

Im vergangenen Sommer unterzeichnete Compaq eine Verpflichtung, für 300 Millionen Dollar im Jahr Cabletron-Produkte zu kaufen. Der PC-Hersteller wollte diese unter eigenem Namen weitervertreiben. "Das hat Compaq nicht auf die Reihe bekommen", äußerte Jan Bause, Marketing-Manager Deutschland bei Cabletron. Nun will sich Compaq aus der Vereinbarung zurückziehen.

Bereits im September machte Cabletron im Prinzip den Weg dafür frei, indem es Neuverhandlungen billigte. In kürzlich bei der für die US-amerikanische Börsenaufsicht zuständigen Securities and Exchange Commission (SEC) eingereichten Dokumenten stimmte Compaq einer abschließenden Zahlung von 85 Millionen Dollar für Netzwerkgeräte unter dem Namen Compaq zu. Weitere 25 Millionen Dollar gibt das Unternehmen für die Auflösung der minimalen vierteljährlichen Verkaufsbeschränkungen aus, dazu kommen 13 Millionen Dollar als Ausgleich für Cabletrons Herstellungskosten. Mit diesen Kompensationszahlungen in Höhe von insgesamt 123 Millionen Dollar gilt der bisherige Vertrag als beendet.

Dennoch will Compaqs Abteilung für Professional Services weiter Netzequipment von Cabletron verkaufen, allerdings ohne einen Mindestumsatz zu garantieren. Für die kommenden zwei Jahre plant das Unternehmen sogar, zum ersten Mal die Management-Software "Spectrum" in ihr Vertriebsprogramm aufzunehmen. In einer getrennten Vereinbarung investierte Compaq 14 Millionen Dollar in Cabletrons Netz-Management-Tochter Aprisma.

Cabletron-Geschäftsführer Albert Müller sieht den Kernpunkt des neuen Vertrags nicht im Fehlen einer Mindestumsatzgarantie sondern darin, dass Digital nicht mehr über Reseller verkauft. Diese kann Cabletron nun selbst ansprechen.