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25.04.1997 - 

Acht-Wege-Maschinen und Clustering-Optionen geplant

Compaqs NT-Server suchen den Weg ins DV-Zentrum

Noch in der zweiten Jahreshälfte 1997 plant der Computerbauer aus Houston, Texas, Vier-Prozessor-SMP-Systeme anzubieten, die sich später bis auf acht CPUs erweitern lassen. Ab 1998 sollen komplette Acht-Wege-Server auf den Markt kommen, erklärte Karl Walker, Director of Technology Research and Development für Compaqs Server Division, auf dem Innovate Forum des Herstellers.

Zusammen mit mehreren Chipset-Produzenten arbeitet Compaq an einer Server-Architektur, die maximal acht Pentium-Pro- oder Pentium-II-Prozessoren in einem Gehäuse verbindet. Laut Walker sollen die gemeinsam entwickelten Chipsets auch anderen Server-Anbietern zugänglich gemacht werden.

Compaq kooperiert darüber hinaus mit Microsoft, Novell und SCO, um deren Clustering-Lösungen auf Proliant-Servern verfügbar zu machen, wie John Rose, Senior Vice-President und General Manager der Enterprise Computing Group, berichtete. Microsofts erste Version des "Wolfpack"-Systems ("Phase One") bietet jedoch lediglich Failover-Funktionen für zwei verbundene Rechner. Mit Novells Clustering-Software "Wolf Mountain" sollen sich bis zu vier Server koppeln lassen. Weder Wolfpack noch Wolf Mountain sind bislang verfügbar.

Hinter verschlossenen Türen zeigte Compaq auf dem Innovate Forum auch eine Zwei-Knoten-Konfiguration unter dem SCO-Betriebssystem "Unixware". SCO greift zur Darstellung eines Single System Image für das Clustern auf die Tandem-Software "Eclipse" zurück.

Gemeinsam mit Intel, Microsoft und rund 300 weiteren Unternehmen arbeitet Compaq zudem an einer Interconnection-Spezifikation für Intel-basierte Server. Mit der Virtual Interconnect Architecture (VIA) wollen die Firmen ein API-Set und Softwarebibliotheken entwerfen, die es Entwicklern erleichtern sollen, Anwendungen für geclusterte Intel-Rechner zu programmieren. Den Angaben zufolge soll auch Tandems Interconnect-Technik "Servernet" den VIA-Spezifikationen entsprechen.

Analysten wie Jerry Sheridan von Dataquest in San Jose, Kalifornien, begrüßen die geplanten Erweiterungen der Texaner. "Wenn Compaq in unternehmensweite IT-Strukturen hineinwachsen will, braucht es mehr als das Vier-Prozessor-System Proliant 5000."

Auf eine höhere Verfügbarkeit der Proliant-Server zielt neben den Clustering-Optionen auch die von Compaq entwickelte "Hot-Plug-PCI"-Technologie. Im gegenwärtigen Stadium könnten Administratoren damit PCI-Karten gegen identische Komponenten austauschen, ohne daß der Server dazu heruntergefahren werden muß (Hot Replacement), erläuterte Forschungschef Walker. Mit der Verfügbarkeit von weiterentwickelten Treibern und entsprechender Systemsoftware im Laufe des Jahres soll auch der Ersatz von Einsteckkarten durch neue Versionen des gleichen Typs (Hot Upgrade) oder durch andere Komponenten mit zusätzlichen Funktionen möglich werden (Hot Expansion). Die Texaner bemühen sich darum, Hot Plug PCI als Industriestandard zu etablieren. Rechner mit dieser Technik sollen im ersten Halbjahr 1997 angekündigt werden.

Neben den Servern will Compaq auch die angeschlossenen Speichersubsysteme fit für den Einsatz in unternehmenskritischen Umgebungen machen. So planen die Marketiers etwa, ab der zweiten Jahreshälfte auch Fibre-Channel-Schnittstellen für die eigenen Speicherprodukte anzubieten.