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02.11.2001 - 

Auch für das vierte Quartal sind die Aussichten schlecht

Compaqs Verluste weiten sich weiter aus

MÜNCHEN (CW) - Bittere Zeiten für den einstigen Überflieger Compaq: Wieder mussten die Texaner ein negatives Quartalsergebnis bekannt geben. Auch für das laufende vierte Quartal rechnet der Computerhersteller mit einem Verlust.

Der Umsatz ging im dritten Quartal gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 33 Prozent auf 7,5 Milliarden Dollar zurück. Zudem musste Compaq für das abgeschlossene Quartal einen operativen Verlust von 120 Millionen Dollar oder sieben Cent je Aktie hinnehmen. Unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen aus Investitionen gab Compaq einen Nettoverlust in Höhe von 499 Millionen Dollar oder 29 Cent je Aktie bekannt. Für das Vergleichsquartal des Vorjahres hatte Compaq einen Umsatz in Höhe von 11,2 Milliarden Dollar und einen Reingewinn von 557 Millionen Dollar oder 31 Cent je Anteilschein gemeldet.

Michael Capellas, Chairman und Chief Executive Officer von Compaq, sagte, das dritte Quartal sei eines der schwierigsten sowohl für Compaq als auch für die Industrie gewesen. "Die Ereignisse im September brachten zusätzlich signifikante logistische Herausforderungen mit sich."

Ausgaben stagnierenCompaq hatte in der jüngsten Vergangenheit wiederholt gesagt, durch die Terroranschläge in New York, Washington und Pittsburgh habe man Schwierigkeiten gehabt, Komponenten für den Zusammenbau der Rechner an die Produktionsstätten geliefert zu bekommen. Deshalb hätten rund 300 000 Systeme nicht gefertigt werden können. Diese Aussage ist allerdings fragwürdig, suggeriert sie doch, Compaq werde der Nachfrage nicht mehr Herr. Bekanntermaßen leidet aber der Hersteller daran, dass seine Systeme sowohl in den eigenen Lagern als auch in denen des Handelskanals über 50 Tage darauf warten, einen Abnehmer zu finden.

Das operative Ergebnis des Unternehmens berücksichtigt nicht die Nettoverluste in Höhe von 514 Millionen Dollar, die in erster Linie auf Investitionen von Compaq in den Internet-Investor CMGI zurückzuführen sind. Compaq übernahm diese Anteile 1999 im Rahmen eines Aktientauschs, bei dem der Mehrheitsanteil an Altavista Corp. an CMGI überging.

Capellas sagte, er sehe "besonders in der ersten Hälfte 2002 keine dramatischen Änderungen bei den IT-Ausgaben der Unternehmen" vorher. Für das vierte Quartal 2001 erwartet er einen Umsatz zwischen 7,6 und 7,8 Milliarden Dollar sowie einen Verlust von ungefähr 3 Cent pro Aktie.

Der Umsatz von Compaq Global Services betrug 1,9 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Wachstum von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Anteil des Servicegeschäfts am Gesamtergebnis beträgt nun 25 Prozent. Im Bereich Enterprise Computing schrieb das Unternehmen einen Verlust von 104 Millionen Dollar bei einem Umsatz von 2,4 Milliarden Dollar. Dies sei auf Schwächen in den Märkten für Telekommunikation und Finanzdienstleistungen zurückzuführen. Der Bereich Enterprise Computing umfasst Geschäfte der Unternehmensbereiche Industry Standard Server Group, Business Critical Solutions Group und Enterprise Storage Group. Das Enterprise Computing erbrachte einen Anteil von 32 Prozent am Umsatz des dritten Quartals.

Die Access Business Group - also das Geschäft mit PCs und Handhelds - erzielte einen Umsatz von 3,3 Milliarden Dollar. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen kräftigen Rückgang von 42 Prozent. Entsprechend betrug der Verlust 248 Millionen Dollar. Der Lagerbestand allein der Access Business Group ist im dritten Quartal laut Angaben des Unternehmens um Produkte für mehr als 400 Millionen Dollar reduziert worden.