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Siemens-BASF-Tochter mischt weiter im PCM-Markt mit


12.07.1991 - 

Comparex baut die Serie 9/9XX um zwei neue Spitzenmodelle aus

MANNHEIM (CW) - Zwei neue Spitzenmodelle ihrer Top-end-Mainframe-Familie 9/9XX hat die Comparex Informationssysteme GmbH, Mannheim, vorgestellt. Die beiden neuen Rechner erweitern die Familie auf vier Modelle, sie bieten die zwei- bis zweieinhalbfache Leistung der bisherigen Spitzenmodelle.

Das Modell "9/950" ist ein Fünf-Wege-Multiprozessor-Komplex mit fünf Instruktionsprozessoren (IP) und jeweils 256 KB Pufferspeicher. Zwei beziehungsweise drei IPs sind mit einem der beiden System- Controller verbunden, der 4 MB Hochgeschwindigkeits-Arbeitsspeicher bietet. Der doppel-triadische "9/960" Multiprozessor-Komplex enthält zwei System-Controller, die jeweils drei IPs unterstützen. Sowohl Modell 9/950 als auch 9/960 unterstützen bis zu 2 GB Hauptspeicher und bis zu 8 GB an separatem Erweiterungsspeicher. Für beide Speichersysteme werden Hochgeschwindigkeits-4-MB-Speicher-Chips verwendet.

Die höhere Leistung der neuen Mainframes wird laut Comparex durch den Einsatz neuer Technologie mit verbessertem Rechnerdesign erzielt. Dazu zählen die sogenannte "Faster Instruction Execution", die ein auf Geschwindigkeit optimierter Instruktionsprozessor erreicht. Die Ausführung von Branch-Instruktionen wird durch die Implementation eines "Target Associative Speichers" beschleunigt, der Zieladressen aufnehmen kann, die bisher mit deutlichem Mehraufwand von logischen in reale Adressen umgewandelt werden mußten. Darüber hinaus verbesserte der Hersteller die Speicherverwaltung und Multiprocessing-Steuerung.

In Sachen Kanalkonfiguration lassen sich bis zu 128 Kanäle unterstützen, die über ein Channel-Cluster-System kontrolliert werden. Bis zu 96 Kanäle können als optische Kanäle genutzt werden. Nach Comparex-Angaben ist es beabsichtigt, die Anzahl der verfügbaren Kanäle der gesammten 9/9XX-Familie zu erhöhen: von 64 auf 128 für die Triade 9/930 und von 128 auf 256 Kanäle für die Multiprozessor-Systeme 9/940, 9/950 und 9/960. Darüber hinaus ist geplant, daß sämtliche Rechner der Familie auch mit bis

zu acht Escon-Kanälen arbeiten. Eine neuartige Kühlung, die im vierten Quartal 1991 verfügbar sein dürfte, soll den Anwendern Abhilfe bringen, die Probleme haben, Wasserkühleinrichtungen für ihre Mainframes zu installieren. Die neue Kühlungsoption mit der Bezeichnung "Air Chiller Cooling Distribution" macht nach Herstellerangaben eine externe Wasserkühlung unnötig. Für Kundeninstallationen sind die neuen Systeme im ersten Halbjahr 1992 verfügbar.

Für Anwender der Comparex-Rechnerfamilien 8/8X und 8/8XX bietet das Unternehmen eine Option zur Aufrüstung auf ESA/390 sowie zur Nachrüstung der Escon-Kanäle an. Die Erweiterungen können "im Feld" installiert werden und sollen ab dem vierten Quartal 1991 verfügbar sein.

Bereits vom dritten Quartal an soll die "Remote Operator Station 8620" für alle aktuellen Comparex-Großrechner verfügbar sein. Auf der Host-Seite besteht das System aus einem PC, der mit dem Serviceprozessor des Mainframes verbunden ist. Ein weiterer PC ist über Telefonleitung gekoppelt.

Die Station kann alle Funktionen übernehmen, die üblicherweise von der Haupt- oder Nebenkonsole ausgeführt werden - dazu zählen auch Ein- und Ausschalten, Initial-Microprogramme-Load, Initial-Programme-Load, Zugriff auf Konsolanzeigen sowie CPU-Alarmeinrichtungen.