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24.03.1989 - 

Bei Zentraleinheiten stagniert die Nachfrage, aber:

Comparex schafft die Umsatz-Milliarde

HANNOVER (ujf) - Der Großrechner-Anbieter Comparex Informationssysteme GmbH. Mannheim, hat 1988 mit 13,2 Prozent ein überdurchschnittliches Wachstum erzielt.

Zwei Jahre nach der Gründung hat die Comparex, die aus den Siemens und BASF-Geschäftsbereichen für IBM-kompatible Großsysteme entstanden war, den Sprung über die Milliarden-Marke geschafft. Von 0,95 auf 1,08 Milliarden Mark stieg der Umsatz des Unternehmens, das seit Frühjahr 1988 zu 66,5 Prozent im Besitz des Ludwigshafener Chemieriesen ist und nur noch zu 33,5 S Prozent zum Münchner Elektromulti gehört. Der Jahresüberschuß beläuft sich auf 46 Millionen Mark, die Umsitzrendite auf 4,3 Prozent.

Besonderen Erfolg hatte das Mannheimer Unternehmen im europäischen Ausland, auf das 35 Prozent des Geschäfts entfielen. Im Inland setzte der Hitachi-Vertriebspartner, der in Kürze die europäischen Aktivitäten von NAS übernehmen will, 513 Millionen Mark um.

Der wichtigste Produktbereich für Comparex ist mit 47 Prozent der Einnahmen nach wie vor die Peripherie - sparte mit ihren Speicherplatten-, Band- und Drucksystemen. Zentraleinheiten spielen mit 39 Prozent nur die zweite Geige. 14 Prozent des Umsatzes macht Comparex mit Dienstleistungen. Fast alle zugekauften Produkte stammen heute von Hitachi; die Fujitsu-Systeme aus dem Siemens-Erbe spielen keine nennenswerte Rolle mehr.

Bei den Zentraleinheiten stagniert allerdings die Nachfrage auf einem Niveau von etwa 150 Systemen pro Jahr - zum Teil infolge der Ankündigung des Betriebssystems MVS/ ESA durch die IBM vor einem Jahr. Rolf Brillinger, Vorsitzender der Geschäftsführung, geht davon aus, daß seine Firma ab dem vierten Quartal Rechner liefern kann, die für den Einsatz von ESA geeignet sind.

Zur Übernahme des Europageschäfts von National Advanced Systems sagte Brillinger, bisher gebe es erst "Letters of intent" zwischen dem Hardwarehersteller Hitachi und der NAS-Mutter National Semiconductor beziehungsweise Comparex. Allerdings rechne er mit dem Abschluß definitiver Verträge noch im März; im Laufe des zweiten Quartals werde dann wohl die eigentliche Übernahme möglich sein. Inwieweit die NAS-Mitarbeiter übernommen werden sollen, ließ Brillinger offen. Er deutete aber an, daß Comparex gute Kundenkontakte von NAS-Vertriebsleuten nicht aufs Spiel setzen möchte.