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22.09.1989

Comparex - was nun?

Nach dem verpatzten NAS-Deal befindet sich Comparex in einer äußerst prekären Situation. Der PCM-Markt ist ausgereizt, die Wachstumschancen sind gleich Null. Zudem dürfte der eigene OEM-Partner künftig im europäischen PCM-Geschäft kräftig mitmischen und somit zum direkten Widersacher beim Kampf um die Gunst des Kunden werden. Da liegt die Vermutung nahe, daß Hitachi den Mannheimern über kurz oder lang Steine in den Weg legen wird.

Möglichkeiten dafür gäbe es für die Japaner - Verzögerungen bei Rechnerlieferungen etwa oder gar ein Ende der Partnerschaft, wenn Hitachi über NAS selbst Fuß im deutschen Markt, der Noch-Domäne von Comparex, gefaßt hat. Comparex-Chef Brillinger indes will davon nichts wissen. Man habe keinerlei Befürchtung, am ausgestreckten Arm von Hitachi zu verhungern. Das Verhältnis zu dem japanischen OEM-Partner sei nach wie vor ausgezeichnet, und man werde die bewährte Zusammenarbeit, glaubt Brillinger, wie in der Vergangenheit auch zukünftig fortführen.

Die Hand würde er dafür wohl kaum ins Feuer legen. Warum sonst signalisieren BASF und Siemens jetzt Hitachi nachdrücklich ihre Bereitschaft, Comparex-Anteile nach Tokio zu vergeben? Noch vor wenigen Wochen war man von einer Hitachi-Beteiligung an dem Mannheimer PCMer nicht sonderlich angetan gewesen, hätte sie nur bei einem erfolgreichen NAS-Deal in Kauf genommen. Nun aber, da die Zukunft von Comparex in den Händen der Japaner liegt, käme den Deutschen der Einstieg des Tokioter Elektrokonzerns bei den Mannheimern sehr gelegen. Doch Hitachi hat sich wohl erst einmal satt gegessen. Eine Reaktion auf die Signale aus Deutschland jedenfalls erfolgte noch nicht.