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11.12.1981 - 

PlC-Konkurs nach Fehlkalkulationen eines als Berater engagierten Hochstaplers:

Compiler mit Commodore-Basic-Syntax

WILLICH (je) - Seit dem vergangenen Monat hat der Willicher EDV- und Unternehmensberater Harald Bernhard Hardiek mit der Auslieferung der "Schabi"-Compiler mit, wie er sagt, Original-Commodore-Basic-Syntax begonnen. Die Preise dafür liegen zwischen 700 und 800 Mark und erreichen nach Hardieks Ansicht damit eine "vernünftige Relation zu vergleichbaren CBM-Programmen wie ,Visicalc' und ,Wordpro'".

Die Schabi-Compiler - hinter dieser Bezeichnung verbergen sich die Namen der Autoren - erzeugen nach Hardieks Angaben ein disassemblierbares Maschinenprogramm und sind für alle CBM-Systeme auf allen freien Steckplätzen lieferbar (System 3000 mit den Startadressen 9000, A000 und B000, System 4000 und 8000 mit den Startadressen 9000 und A000).

Nur die Befehle *SAVE*, *RUN*, *LIST* und *CONT*, schränkt Hardiek ein, sind ausgenommen. Bei *FOR-NEXT*-Schleifen müsse die Laufvariable angegeben werden. Der Compiler wird als PROM geliefert. Seine Bedienung sei denkbar einfach, meint Hardiek und zählt auf:

1. Rechner öffnen.

2. PROM einsetzen.

3. Rechner schließen.

4. Zwei Disketten einlegen.

5. Die darauf befindlichen Programme compilieren.

a) Dazu genügt der Compilerstartbefehl und der Programmname.

b) Fehlermeldungen werden am Bildschirm angezeigt.

c) Zum Notieren der Fehleradresse wird der Compiler angehalten.

6. Das fertige Programm wird normal "gesaved" und "geloaded".

Alle Funktionen der CBM-Rechner, unterstreicht Hardiek, können voll genutzt werden. Es gebe also keine eigene Syntax und damit keine aufwendigen Programmneuentwicklungen wie bei anderen Compilern. Außerdem biete Schabi einen gewissen Programmschutz; denn aus einem Basic-Programm werde ein automatisch erzeugtes Maschinenprogramm, das fast niemand mehr lesen könne. Hardiek: "Nur Sie selbst behalten Ihren Basic-Quell-Text, der Anwender bekommt nur das Maschinen-programm."

Hardiek war bis vor kurzem als Geschäftsführer der PIC-Rechenzentrums GmbH in Sevelen tätig, die auch - damals noch zu erheblich höheren Preisen - die Compiler anbot, die jetzt die Bezeichnung "Schabi" tragen. Nach Hardieks Angaben ist die PIC GmbH mit ihrem Informationszentrum in Meerbusch "leider nach kaufmännischen Fehlkalkulationen eines als Berater engagierten Hochstaplers in Konkurs gegangen".

Informationen: Harald Bernhard Hardiek, EDV-Beratung, Unternehmensberatung, Alte Landstraße 92, 4156 Willich 3, Tel.: 0 21 54/86 33.