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09.11.1990 - 

Dataquest-Umfrage: Direktanbieter ganz vorne

Compuadd und Dell sind bei Anwendern vor Apple und IBM

MENLO PARK (CW) - Ob sie rundum zufrieden seien mit den Herstellern ihrer PCs fragt die Dataquest Corp. viermal im Jahr Computerbenutzer. Das neueste Ergebnis, Unter den acht Firmen, die in der Beliebtheitsskala ganz oben rangieren, befinden sich mit der Dell Computer Corp. und der Compuadd Corp. gleich zwei Direktanbieter.

Bei der vierteljährlich durchgeführten Untersuchung will das Marktforschungs-Unternehmen herausfinden, wie es um die generelle Zufriedenheit der PC-Kunden mit ihren Computerherstellern bestellt ist. Dataquest ermittelt diesen Wert, indem es die Kategorien Produktqualität, Gegenwert für gezahlten Preis, diverse Produktspezifika, Auslieferungstreue, Qualität der technischen Dokumentation und die Haltung des Unternehmens gegenüber dem Kunden abfragt. Nach der Studie erhalten vor allem diejenigen Hersteller gute Noten, die den Anwendern ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten können. In der Gewichtungsskala folgen als nächstes die Kriterien Qualität und Kundenunterstützung.

"PCs haben heutzutage allseits Einzug in den Alltag gehalten. Deshalb entscheiden diese sechs Qualifikationsmerkmale eigentlich in Zukunft über Gedeih und Verderb eines Anbieters, meint Dataquest-Vice-President Greg Chagaris. An den von den Meinungsforschern ausgebildeten Richtlinien könnten sich Unternehmen orientieren und ihre eigene Leistung entsprechend messen.

Unter den ersten acht Unternehmen, die den Anwenderwünschen am nächsten kamen, befinden sich zwei Direktanbieter von PC-Systemen. Compuadd, die seit September 1990 auch mit einer Niederlassung in Hanau vertreten ist, und Dell, Langen, belegen auf der Anwender-Hitliste die Plätze eins und drei. HP als eines von drei Großunternehmen, die nicht nur PCs in ihrem Angebot haben, rangiert auf dem zweiten Platz.

Direkt-Support mit den Endanwendern

In der Beliebtheitsskala mußten die IBM (Platz sieben) und Apple (an achter Stelle) noch Tandy und die reinen PC-Hersteller AST Research und Everex an sich vorbeiziehen lassen. Jerry Schneider, Gründer der Capital PC User Group, weist auf eine Schwachstelle der marktdominierenden Unternehmen hin: "Anwender wollen sich heutzutage vor allem auch unterstützt wissen von ihrem PC-Unternehmen. Gerade in diesem Punkt sind aber Apple und IBM bekannt für ihr mangelndes Niveau." Die meisten der Top-Acht unterhalten einen Direkt-Support mit ihren Endanwendern, was sich unmittelbar in der Zufriedenheit der Kunden niederschlägt. Apple andererseits wurde bislang auch wegen seiner hohen Preise kritisiert, ein Argument, das mit der Einführung der Billig-Macs nun vom Tisch ist.

Wichtig an der Untersuchung ist vor allem, daß die Marketing-Versprechungen der beiden Direktvertreiber Compuadd und Dell sich durch die Anwenderbefragung zu bestätigen scheinen: Beide betonen besonders ihre Kundennähe und die Hilfestellungen, die sie unter anderem durch Einschaltung der Third-Party-Maintenance-Unternehmen Granada respektive Sorbus leisten können. Vor allem in Deutschland hatten die beiden texanischen Unternehmen mit Vorurteilen zu kämpfen bezüglich des Verkaufs von PCs per Telefon unter Ausschaltung des Zwischenhandels. Zumindest für die USA belegt die Dataquest-Studie, daß Anwender gewohnte Kaufverhaltensweisen ablegen, wenn es zu ihrem Vorteil ist.