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09.07.1999 - 

Das Servicegeschäft nahm überproportional zu

Compunet erweist sich als Perle des General-Electric-Konzerns

Von Beate Kneuse* MÜNCHEN - Bei der Compunet-Gruppe stehen weiterhin alle Zeichen auf Wachstum. Zwar konnte der IT-Händler und -Dienstleister, der seit zwei Jahren unter dem Dach von General Electric operiert, 1998 nicht an die Steigerungsraten des Vorjahres anknüpfen, im Servicegeschäft machte er aber deutliche Fortschritte.

Bei der letztjährigen Bilanzpressekonferenz hatte Compunet-Chef Hans-Dieter Koch bereits vorgebaut. Im laufenden Geschäftsjahr 1998 werde man aufgrund der schwierigen Situation im PC-Markt die zuvor erreichte Wachstumsrate von 35 Prozent "nicht wiederholen können". Diese Annahme hat sich nun bestätigt. Immerhin aber kletterten die Einnahmen gegenüber 1997 noch um 15,5 Prozent von 1,94 auf 2,24 Milliarden Mark und bescherten der General-Electric-Tochter, die neuerdings als GE Compunet Information Technology Solutions firmiert, eine neue Bestmarke. Sehen lassen kann sich auch das Betriebsergebnis. Hier konnte der IT-Händler und -Servicespezialist von 80,8 auf 101 Millionen Mark zulegen, ein Plus von 25 Prozent.

Handelssparte immer noch größter Umsatzträger

Noch immer ist das IT-Handelsgeschäft der größte Umsatzbringer bei GE Compunet. Die Einnahmen kletterten dort um 10,4 Prozent von 1,58 auf 1,75 Milliarden Mark. Gleichwohl konnte das 1984 gegründete Unternehmen auch im vergangenen Jahr vom boomenden Dienstleistungssektor profitieren. Zwar wurde die halbe Milliarde Umsatz knapp verpaßt, mit einer Steigerung von 358 auf 494 Millionen Mark konnte man jedoch mit 38 Prozent einen starken Zuwachs verbuchen. Dies soll nach den Vorstellungen des Vorstandschefs auch so bleiben: "Wir gehen weiterhin von Wachstumsraten zwischen 20 und 40 Prozent aus."

Treibende Kraft soll dabei das Netzwerkgeschäft sein. In diesem Bereich verbesserte sich GE Compunet 1998 auf 95 Millionen Mark, was gegenüber den im Vorjahr erzielten Einnahmen in Höhe von 42 Millionen Mark ein Wachstum von 126,2 Prozent bedeutet. Für 1990 sind hier deshalb bereits 180 Millionen Mark Umsatz ins Visier genommen. Dazu beitragen soll vor allem die Partnerschaft mit Cisco Systems, die GE Compunet bereits seit fünf Jahren unterhält.

Als "förderlich" für das auch in den kommenden Jahren geplante zweistellige Wachstum von GE Compunet sieht Koch zudem die Zugehörigkeit zu General Electric an. Angestrebt sei, künftig mehr Geschäfte mit den zwölf Bereichen des Konzerns zu machen. Im Gegensatz zu den europäischen Schwestergesellschaften erzielt GE Compunet mit der Muttergesellschaft derzeit nur ein bis zwei Prozent seines Gesamtumsatzes. Allerdings schob Koch vor der Presse in München gleich nach, daß man nicht an einer übermäßigen Abhängigkeit interessiert sei. "Wer von der Mutter unabhängig ist, lebt kurzfristig unangenehmer, längerfristig aber angenehmer." Erfreulich dürfte aus Sicht von GE Compunet sein, daß man nach wie vor die stärkste europäische Kraft im Verbund von GE Capital Information Technology Solutions ist. Denn mit den 2,24 Milliarden Mark steuerte Compunet mehr als die Hälfte des 1998 von der gesamten GE-Dienstleistungsdivision in Europa erzielten Umsatzes von 4,2 Milliarden Mark bei..

*Beate Kneuse ist freie Journalistin in München.