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28.03.1997 - 

Kooperation mit Internet-Provider und Infocity

Compuserve verbreitert die Kundenbasis

Mit der Kundschaft von Germany Net wirbt Compuserve erstmals Anwender, die nur über einen Internet-, nicht aber über einen proprietären CIS-Zugang verfügen. Der in Europa noch wachsende, aber in den USA krisengeschüttelte Online-Dienst gewinnt in Deutschland mit diesem Coup zunächst 160000 potentielle Kunden.

Sie haben künftig Zugriff auf Compuserve-Inhalte im Internet, die nur Abonnenten zugänglich sind. Dazu gehören auf der CeBIT vorgestellte Neuerungen wie etwa ein SMS-Service, mit dem sich Kurznachrichten an Handy-Besitzer verschicken lassen, sowie Presse- und Wirtschaftsarchive. Allerdings müssen sie dafür auch Compuserve-Tarife zahlen. "Es werden sich nicht alle Kunden für ein Compuserve-Abo entscheiden", räumte Felix Somm, Country Manager Central Europe, ein.

Mit dem Germany-Net-Engagement schafft sich Compuserve Argumente gegenüber Inhaltsanbietern und Werbekunden. Erstere lassen sich bei einer großen Anwenderschar schneller bewegen, Inhalte zu erstellen. Letztere schalten um so mehr Anzeigen auf den Compuserve-Seiten, je mehr Surfer diese durchkreuzen.

Als Ergebnis eines zweiten Projekts werden Teilnehmer des multimedialen Kabel-TV-Pilotprojekts "Infocity NRW" künftig auf Compuserve-Inhalte zugreifen können. An dem von dem Carrier Otelo initiierten Test beteiligen sich derzeit rund 10000 Kunden.

Bei dieser Kooperation steht laut Somm nicht so sehr die Vergrößerung der Kundenbasis im Vordergrund. Die hiesige Dependance möchte vielmehr in erster Linie Erfahrungen mit einem neuen Medium sammeln.

Der Gefahr, wie in den USA Kunden zu verlieren, wollen die Verantwortlichen mit einer geschäftskunden-orientierten Strategie begegnen. Ob die Germany-Net-Kooperation und das Infocity-Vorhaben dieser Zielrichtung entsprechen, ist allerdings fraglich. Insbesondere das Multimedia-Testprojekt adressiert Haushalte und somit den Massenmarkt.