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26.06.1992 - 

Installation von der Diskette erhält Konkurrenz

Computer-2000-Fachhändler installieren SW aus dem Koffer

26.06.1992

MÜNCHEN (CW) - Ein neues Verfahren der Lizenzvergabe und des Software-Updatens hat der Münchner Distributor Computer 2000 AG vorgestellt. Dessen Fachhändler werden künftig bei professionellen Kunden mit einem Koffer in der Hand vorsprechen, um vor Ort die gewünschte Menge von Kopien eines Produktes zu installieren.

Von Computer 2000 wird die Software auf eine magneto-optische Disk (MO) kopiert und mit einem von der Firma CE Infosys entwickelten Verfahren verschlüsselt. Auf der MO, die eine Kapazität von 128 MB hat, können bis zu sechs verschiedene Softwarepakete gespeichert werden. Bestellt ein Kunde beim Fachhändler eine bestimmte Anzahl von Kopien, so wird die Menge der angeforderten Installationen auf einer Chip-Karte abgespeichert und dem Kunden zusammen mit der MO zur Verfügung gestellt.

Vorort kann der Anwender mit Hilfe des Koffers, in dem ein Notebook-PC, ein MO-Laufwerk, ein Chip-Kartenleser und ein besonderer Chiffrier-SCSI-Controller enthalten sind, die Software selbst in Betrieb nehmen oder vom Fachhändler installieren lassen. Jede verbrauchte Lizenz wird auf der Chip-Karte verbucht. Nach der Installation oder spätestens vier Wochen später schickt der Händler die Chip-Karte an Computer 2000 zurück, wo anschließend die Abrechnung durchgeführt wird.

Von diesem gemeinsam mit der Münchner Micrografx GmbH entwickelten Verfahren verspricht sich der Distributor einige Vorteile. Der Kunde müsse nicht mehr wie bisher Diskettensätze aus lizenzrechtlichen Gründen einlagern.

Die angeforderten Lizenzen seien schnell verfügbar, die Frachtkosten im Vergleich zum Versand von kompletten Softwarepaketen gering. Transport- und Produktverpackungen, überflüssige Handbücher und Disketten entfallen. MO und Chip-Karte sind beliebig oft wiederverwendbar.

Betroffen von dem neuen Installationsverfahren sind zunächst die Grafiksoftware-Produkte von Micrgrafx. Allerdings führt Computer 2000 auch entsprechende Gespräche mit Unternehmen wie Microsoft oder Lotus Development.