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28.04.1989 - 

Systemhaus plant Niederlassungen in allen EG-Ländern:

Computer 2000 hat Binnenmarkt im Visier

MÜNCHEN (CW) - Weiter im Aufwind befindet sich Computer 2000. Im Geschäftsjahr 1987/88 konnte der Konzern sowohl den Umsatz als auch den Gewinn deutlich steigern. Jetzt bereitet sich der Distributor von PC-Peripherie auf den europäischen Binnenmarkt vor.

Auf der ersten Hauptversammlung seit der Börseneinführung im Juli 1988 präsentiert sich der Vorstand der Computer 2000 wohlgelaunt: Im abgelaufenen Geschäftsjahr 1987/ 88, das am 30. September 1988 endete, konnte der Konzern einen Umsatz von 164,7 Millionen Mark einfahren. Gemessen am Vorjahr bedeutet dies ein Plus von 54,9 Prozent. Rund 70 Prozent des Gesamtumsatzes wurden dabei von der deutschen Computer 2000 AG erzielt. Sie steigerte ihre Einkünfte von 90,4 auf 134,7 Millionen Mark.

Ein erfreuliches Ergebnis hat der Computer-2000-Konzern auch beim Jahresüberschuß aufzuweisen. Mit 5,4 Millionen Mark konnte der Gesamtgewinn nach Steuern gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt werden. Auch hier tat sich die AG hervor. Nach 1,5 Millionen Mark im Vorjahr, stehen nunmehr 3,6 Millionen Mark auf der Haben-Seite. Die geschäftliche Entwicklung schlug sich auch in der Mitarbeiterzahl nieder. Sie stieg im Gesamtkonzern um 68,2 Prozent von 129 auf 217.

Wie Vorstandssprecher Jochen Tschunke mitteilte, hielt der Aufwärtstrend in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres (l.10. bis 31.3.) an. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum konnte der Konzern im Umsatz bereits um 63,5 Prozent zulegen. Ende

September sollen dann insgesamt 228 Millionen Mark eingefahren sein.

An Expansion ist auch in den nächsten Jahren gedacht. Gezielte Beteiligungen an Unternehmen aus der Branche sollen dazu genauso beitragen wie Ausbau des Dienstleistungssektors. Erweitern will der PC-Peripherieverkäufer, der sich mittlerweile als Systemhaus sieht, zudem seine Präsenz im Ausland. Verfügt Computer 2000 bislang über Niederlassungen in Österreich, der Schweiz und Spanien, so will man bis zum Startschuß für den gemeinsamen EG-Binnenmarkt 1992 in jedem europäischen Land mit einer Vertriebsniederlassung vertreten sein.

Vorstand Lichtenecker zieht sich zurück

Vorerst aber stehen bei Computer 2000 personelle Änderungen im Vorstand an. Udo Lichtenecker, Mitbegründer von Computer 2000, wird Mitte des Jahres aus persönlichen Gründen aus dem Vorstand ausscheiden, aber weiterhin für das Unternehmen tätig sein. Für ihn kommt Klaus J. M. Laufen (46), der zur Zeit Mitglied der Geschäftsleitung der Deutschen Beteiligungsgesellschaft mbH, München, ist, ab 1. Juli in den Vorstand. Er wird das Ressort Finanzen und Beteiligungen übernehmen. Zu stellvertretenden Mitgliedern des Vorstandes wurden - ebenfalls mit Wirkung vom 1. Juli - Reinhold Stratz (40), zuständig für Vertrieb und Marketing, und Harry Krischik (38), verantwortlich für Logistik und Personal, ernannt.