Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

09.08.1996 - 

US-Tochter Ameriquest fordert zu hohen Tribut

Computer 2000 setzt Dividende für 1996 aus

Der aufgrund einer für August angekündigten, dann aber verschobenen Kapitalerhöhung ins Gerede gekommene Münchner Distributor hat nun die Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 1995/96 veröffentlicht. Mit einem Umsatzanstieg von weltweit 37 Prozent auf rund 5,1 Milliarden Mark erzielte das Unternehmen ein überdurchschnittliches Wachstum. Hauptumsatzträger waren mit einem Anteil von 87,3 Prozent die europäischen Märkte, in denen man eigenen Angaben zufolge mit einem Wachstum von 21,8 Prozent die Position als Marktführer ausbauen konnte.

Deutlich relativiert werden diese Zahlen allerdings durch die schlechte Ertragsentwicklung. So erreichte das Konzernergebnis im besagten Zeitraum nur 13,3 Millionen Mark gegenüber 40,4 Millionen Mark im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr 1994/95. Vor dem Hintergrund der extremen Branchensituation sei das Ergebnis allerdings "noch zufriedenstellend", erklärte Computer-2000-Finanzvorstand Manfred Günzel.

Ihm zufolge schlagen vor allem das Engagement bei der US-Tochter Ameriquest und die dort notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen negativ zu Buche. Die Zeit für einzelne Schritte sei zu knapp bemessen, die geplanten Umsatz- und Ertragssteigerungen konnten nicht so kurzfristig wie geplant realisiert werden, heißt es offiziell. Insider sehen indes im US-Engagement der Münchner ein Faß ohne Boden. Dies um so mehr, seitdem Viag-Chef Georg Obermaier in seiner Funktion als Mehrheitsaktionär über einen Rückgang des Ergebnisses im laufenden Geschäftsjahr "bis an die Gewinnschwelle" spekuliert hatte.

Was die Gewinnaussichten für das Geschäftsjahr 1995/96 angeht, gibt man sich zurückhaltend - und zieht vorsorglich die Notbremse. Insgesamt dürfte nach Einschätzung des Vorstandes, abhängig vom weiteren Verlauf des vierten Quartals, ein noch positives Ergebnis vor Steuern erzielt werden, teilte Computer 2000 offiziell mit. Gleichwohl könne man aus heutiger Sicht eine Dividendenausschüttung (zuletzt 9,30 Mark) nicht vorschlagen. Die Aktivitäten auf dem US-Markt will man im Rahmen der globalen Ausrichtung des Konzerns konsequent weiterführen.