Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

27.02.1976 - 

"Zahnärztliches Dialog-System" für MAI Basicfour

Computer als Zahnarzthelfer

FRANKFURT - Für kleinere EDV-Systeme erschließen sich immer neue, interessante Einsatzgebiete. So wunde jetzt von dem Softwarehaus ASM Minhoff & Co. GmbH, Berlin und Düsseldorf, ein "Zahnärztliches Dialog-System" entwickelt, das auf allen MAI Basic/four-Anlagen eingesetzt werden kann. Den Computer als "Zahnarzthelfer" werden sich allerdings wohl nur Zahnärzte mit Spitzen-Umsätzen leisten können, kostet doch das kleinste Basic/four-Modell 350 mit 16 KB Hauptspeicher, 4,2 Mio. Bytes Plattenspeicher, einem Bildschirm sowie Matrixdrucker rund 115 000 Mark. Wie MAI mitteilt, wurde kürzlich die erste Anlage mit ASM-Zahnarzt-Software bei einem "Kunden" im Rheinland installiert.

Beschränkte sich das, was Zahnärzten bisher von Rechnern abgenommen werden konnte, fast ausschließlich auf die Kassenabrechnung, so deckt das neue Programm-Paket eigentlich alle Verwaltungsaufgaben, die eine Zahnbehandlung begleiten, lückenlos ab: Über Bildschirm werden die Patientendaten sowie sämtliche Befunde erfaßt, das System erstellt selbständig daraus den Text einer Gesamtdiagnose, der jederzeit über den Bildschirm abrufbar ist. In einem weiteren Programmteil wird automatisch ein Behandlungsplan aufgestellt und ein Kostenvoranschlag für den Patienten errechnet.

Der Behandlungsplan kann mit dem Patienten diskutiert und vom Zahnarzt individuell modifiziert werden. Sämtliche Daten befinden sich auf der Magnetplatte; die Ausgabe erfolgt entweder über Bildschirm oder Drucker - das lästige Karteikartenschreiben entfällt. Die eigentliche Abrechnung mit den Kassen - sei es monatlich oder vierteljährlich - sowie die Privatliquidation einschließlich Mahnungen fallen quasi als Abfallprodukte an. Für das Ausfüllen des "Zahnschema-Formulars", das der Leistungsabrechnung mit den Kassen beigefügt werden muß, hat MAI einen Sonderzeichen-Satz entwickelt, der als Druckeroption verfügbar ist. Auch hier entfällt also jegliche manuelle Tätigkeit. Das neue Formular wurde übrigens von den Kassen bereits anerkannt. (pi)