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08.04.1983 - 

Meßanlage mit Commodore-Mikro

Computer hilft dem Prüfer

FRANKFURT (pi) - Das Ingenieurbüro Malzahn. Hannover, bietet Anlagen für das dreidimensionale Messen an, in denen ein Commodore- Computer alle ermittelten Meßdaten speichert. automatisch auswertet und Verknüpfungen herstellt.

Die Anlage besteht aus einer Drei-Koordinaten-Meßmaschine, Fabrikat Wenzel-Hommel, einem elektronischen Längenmeß-System mit einer Auflösung von einem Tausendstel Millimeter, einem Commodore-Computer CBM 8032 und einem Commodore-Diskettenspeicher CMB 8050. Das Meßsystem ist über ein Interface mit dem Commodore-Computer verbunden.

In Feinmeßräumen werden Werkstücke geprüft, die mit hoher Präzision gefertigt sind. Die neue Anlage verkürzt den Zeitaufwand für das Messen und Auswerten. Die Meßarbeit beginnt mit dem Eingeben des Tasterdurchmessers. Hierzu wird eine Referenzkugel an vier Punkten angetastet. Aus diesen vier Werten ermittelt der Commodore-Rechner automatisch den Tasterdurchmesser.

Anschließend stellt der Prüfer das Werkstück an einen beliebigen Platz auf den Meßtisch, tastet auf der x-Achse zwei Punkte an und auf der y-Achse einen Punkt. Der Commodore richtet sich danach das Werkstück aus und berücksichtigt bei allen weiteren Messungen seine Lage im Meßraum.

Auch bei planimetrischen Messungen spielt die Lage der Meßebene im Raum keine Rolle. Die Ebene wird an drei Punkten angetastet. Zusätzlich benötigt der Computer noch einen Hilfspunkt innerhalb des Werkstücks. Somit ist die Lage der Meßebene für den Rechner definiert.

Danach können Bohrungen, Zapfen, Nuten oder Kanten an einem Werkstück gemessen werden. Die Werte für X, Y und Z erscheinen auf dem Bildschirm in Großbuchstaben auch aus größerer Entfernung leicht erkennbar. Über eine Tastatur am Meßsystem kann der Prüfer dem Computer mitteilen, ob die ermittelten Meßwerte gespeichert werden sollen oder ob die Messung wiederholt werden muß.

Der Computer unterstützt den Prüfer im Dialogverfahren mit Anweisungen für die nächsten Schritte oder mit einer Bildschirmtabelle, nach der die Meßaufgaben abgearbeitet werden können.

Nach Beendigung der Meßarbeiten stellt der Computer eine Verknüpfunq zwischen den ermittelten Daten her. Er berechnet zum Beispiel den Mittelpunktabstand zwischen Bohrung zwei und sieben mit den Durchmessern der Bohrungen, den Kreuzungspunkt zweier Geraden oder Winkel zwischen Geraden.

Die gebräuchlichsten Werte der ISO-Tabellen sind im Computer gespeichert. Der Commodore führt einen Soll-Ist-Vergleich durch und meldet Ergebnisse, die außerhalb der Toleranzfelder liegen. Auf diese Weise können Verschleißerscheinungen an Werkzeugen und CNC-Automaten rechtzeitig erkannt und behoben werden.

Informationen: Commodore Büromaschinen GmbH, Lyoner Str. 38, 6000 Frankfurt/M 71, Tel.: 06 11/66 38-0, Telefax: 66 38- 159, Telex: 41 85 663.