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24.04.1981

Computer unterstützt Unternehmens-Diagnose:CBM scheucht den Pleitegeier

WIEN (eks) - Gerade recht in der jetzigen Wirtschaftslage kommt eine Aktion der CBM- Computer-, Betriebswirtschaft- und Management-Service GesmbH. Sie will Klein- und Mittelbetriebe stabilisieren, ihre Erträge steigern helfen und überhaupt ihre künftige Entwicklung positiv beeinflussen. Per Computer-Analyse und Expertendiagnose erfährt das jeweilige Management, wie das Unternehmen aus der Sicht des außenstehenden Beraters aussieht und an welchen Schwachstellen dringend etwas geschehen muß.

Die CBM ist eine Tochter der "Ersten", eines Kreditinstituts.

Zu acht Problemkreisen (siehe Abbildung) stellen die CBM-Auguren insgesamt 1600 Fragen, wobei sie alle Mitarbeiter des Unternehmens einbeziehen. Die Antworten werden quantifiziert und stufenweise akkumuliert. Das Ergebnis sind Diagnoseinformationen über

- Schwachstellen,

- Gewinnschluckstellen,

- Analyse der Reibungsverluste,

- versteckte Gefahrenstellen,

- Verbesserungsstrategien,

- noch auszunützende Reserven,

- Gewinnsteigerungsmöglichkeiten,

- Vorschläge zur noch besseren Ausnützung der Stärken des Unternehmens.

Durch Simulations- und Prognosetechniken auf Datenbasis erhält man Aussagen über eventuelle Entwicklungsmöglichkeiten und die Relevanz der gesammelten Information. Für die Intensität der Untersuchung erscheint die Analyse preiswert. Ferdinand Laschalt, Leiter des Bereichs Betriebsberatung bei CBM, nennt einen Richtwert: "Bei einem Unternehmen mit etwa 50 Mitarbeitern dauert die Serviceaktion sechs bis acht Wochen. Dabei wendet CBM etwa 25 Manntage auf und ist zehn Tage im Betrieb anwesend. Die Kosten betragen dann zirka 200 bis 250 000 Schilling."

Die Beratungstätigkeit läuft seit 1979, das Schwergewicht lag im Vorjahr nicht unerwartet, bei Unternehmen der Baubranche. Als Erfolge bisheriger Beratungstätigkeit heftet Laschalt auf seine Fahnen:

- teilweise Auflassung einer zweiten Schicht, mit der dreifachen Ausgabenwirksamkeit des Beratungshonorars;

- Verhinderung einer geplanten und vertragsreifen Fehlinvestition von etwa 2 Millionen Schilling;

- Erkennen einer falschen Kalkulation, die zu Verlusten beim Verkauf führte;

- Auflösung externer Dienstleistungen im Ausmaß von 600 000 Schillingen jährlich.

- Trotz des 100prozentigen Tochterverhältnisses zur "Ersten", schwört Laschalt auf absolute Vertraulichkeit der Diagnose. "Selbst wenn bei einem Kreditnehmer unserer Mutter der Pleitegeier schon im Landeanflug (...) erfährt niemand etwas."

Zweckmäßig wäre eine Wiederholung der Untersuchung nach zwei bis drei Jahren, um zu erkennen, wieweit die Maßnahmen gegriffen haben und welche, nun neuen relativen Schwachstellen sich daraus ergeben haben. Eine weitere Einsatzmöglichkeit der Unternehmensdiagnose ist die neutrale Firmenbewertung vor Fusionen oder dem Erwerb von Beteiligung.

Bedauernd sieht Laschalt, daß in Osterreich oft aus Prestigegründen ausländische Beratungsunternehmen herangezogen werden; sie seien bis zu 200 Prozent teurer.

Information: CBM, 1010 neutorg. 17, Telefon: 02 22/63 04 31