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13.05.1994

Computeranimation fuer Catia Mental Images kooperiert mit Dassault bei Rendering-Modul

BERLIN (ar) - Die franzoesische Dassault Systemes mit Sitz in Suresnes und die Berliner Mental Images werden gemeinsam eine universell einsetzbare Rendering-Komponente fuer die CAD-Umgebung "Catia" entwickeln.

Die Berliner Softwerker gehoeren zu den Firmen, die sich auf Forschung und Entwicklung von Computergrafik und Visualisierungssoftware spezialisiert haben. Das Unternehmen machte sich vor allem auf dem Gebiet der Bildsynthese (Rendering) einen Namen.

Im Rahmen der nun vereinbarten Kooperation entwickeln die Berliner eine Allzweck-Rendering-Softwarekomponente fuer das CAD-Produkt Catia, um dessen Anwendern eine qualitativ hochwertige Visualisisierungstechnik anbieten zu koennen. Dassault wird die Software in die Catia-Plattform einbinden und eine grafische Benutzeroberflaeche erstellen.

Zu den mittelfristig geplanten Funktionen des neuen Produkts zaehlen, so Rolf Herken, Geschaeftsfuehrer von Mental Images, die zeitabhaengige Visualisierung (Animation), die Beleuchtungs- simulation (Radiositaet) und das inkrementelle Rendering fuer interaktive Echtzeitanwendungen mit hoher Bildqualitaet.

Die Rendering-Komponente basiert auf der Catia- Anwendungsarchitektur (CAA). Funktionen der Bildsynthese lassen sich deshalb auch von Drittherstellern nutzen, deren Applikationen als Visualisierungsumgebung fungieren. Im Rahmen der Anwendungsarchitektur ist beispielsweise eine integrierte Rendering-Loesung ausser fuer CAD und Styling auch fuer architektonisches Design denkbar.

Grundlage der Rendering-Komponente fuer Catia war die dritte Generation der Hochleistungs-Rendering-Software "Mental Ray" von Mental Images. Die aktuelle Version dieser Software umfasst Entwicklungen des Esprit-Projekts "Desire" (Design by Simulation and Rendering on Parallel Architectures), das von dem Berliner Unternehmen geleitet wird. Dazu gehoeren ein neuartiger firmeneigener Parallel-Rendering-Algorithmus und eine verteilte Datenbank.

Die auf Message-Passing basierende Software ist auf Einzelprozessor-Arbeitsplaetzen, auf Parallelplattformen mit gemeinsamem Speicher und auf dezentralen Speicherarchitekturen wie Arbeitsplatznetzen und massiv- parallelen Supercomputern lauffaehig.

Die Software verwendet fortschrittliche Beschleunigungsmethoden wie die fuenfdimensionale Strahl-Raum-Unterteilung, die zweidimensionale Schatten-Raum-Unterteilung und einen Scanline- Algorithmus fuer die primaere sichtbare Flaechenbestimmung. Die Eingabe erfolgt in ASCII- oder Binaerform ueber eine Einzeldatei, deren offenes Format in der Dokumentation definiert ist.

Die unterstuetzten geometrischen Grundformen sind Vielecke, beschnittene Freiformflaechen und implizite Patches. Eine Runtime- Verknuepfung mit dem bereitgestellten C-Code ermoeglicht prozedurale Texturen, neue Beleuchtungsmodelle, atmosphaerische und Linseneffekte sowie Displacement-Mapping. Als Besonderheit der Software nennt Mental Images unter anderem die Moeglichkeiten der Freiformflaechen-Verarbeitung.