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03.05.1985 - 

Diebold-Österreich-Statistik:

Computerbestand hat sich verdoppelt

WIEN (eks) - Innerhalb eines Jahres hat sich der Computerbestand in Österreich verdoppelt. Diebold-Österreich zählte zum 1. 1. 85 etwa 200 000 Rechner aller Größenklassen mit einem Paketwert von rund 26 Milliarden Schilling. Von IBM abgesehen, die nach wie vor eine Klasse für sich bildet, verzeichneten Commodore, Nixdorf, Wang und auch Siemens das größte wertmäßige Wachstum.

Erstmals werden auch Hardware-Umsätze ausgewiesen. Mit fast 10 Milliarden Schilling waren sie fast halb so groß wie der Anlagewert Anfang 1984. 13 Hersteller liefern 80 Prozent des installierten Parkwerts (Tabelle 1). An den Marktanteilen hat sich wenig verändert. Philips und Hewlett-Packard gaben um Zehntelprozente leicht nach. Kienzle verzeichnete mit dem genau gleichen Parkwert wie im Vorjahr ein exaktes Nullwachstum und wurde von NCR überholt. Bull blieb nur knapp unter einer Milliarde Parkwert. Commodore rückte um 11 Plätze auf und überholte traditionelle Anbieter wie Wang, Burroughs und Ruf.

Die absolut größten Zunahmen beim Parkwert neben IBM verzeichneten Commodore, Nixdorf, Wang und Siemens. Geringe Wertverluste gab es bei General Automation, Ruf und der kürzlich vom Telefonbauer Kapsch wiederbelebten Data 100. Beim prozentuellen, das heißt auf den Parkwert 84 bezogenen Wachstum führt Atari mit fast 500 Prozent. Atari ist allerdings derzeit nicht zu den Anbietern professioneller Computer zu zählen. Nach den Mikroanbietern, die von relativ geringem Parkwert weg leicht auf hohe Zuwachsraten kommen können, verzeichnet Wang mit 85 Prozent "Mehrwert" die größte Zunahme. Die meisten großen DV-Lieferanten liegen unter dem Durchschnitt des Marktwachstums (Tabelle 2).

Von den 9,7 Milliarden Hardwareumsatz entfiel der Löwenanteil auf IBM. Big Blue und Little Red (der PC-Vertrieb) sicherten sich soviel Umsatz wie die nächsten acht Hersteller. Rund 60 Prozent des Parkwerts machen Rechner von US-Firmen aus, europäische Lieferungen summieren sich zu 35 Prozent. Der Rest entfällt auf diverse nicht namentlich und damit nicht nationalitätsmäßig zugeordnete Unternehmen. Natürlich steckt auch hinter einem beträchtlichen Teil der europäischen Lieferungen amerikanisches oder japanisches Material.

Der am häufigsten installierte Standardcomputer ist das System Nixdorf 8870 (940 Stück). Zu dieser Serie rechnet der Hersteller mittlerweile auch die 8890 als Wachstumssystem. Nixdorf scheint damit die Absicht des unmittelbaren Wettbewerbs zur 4300-Serie aufgegeben zu haben. Beliebtester Mini ist die Serie PDP-11 mit den Modellen 03 bis 35 (1368 Installationen). Meistgebrauchter Bürocomputer ist mit 3004 Stück weiterhin die Philips P300. Bei den Homecomputern heißt der Spitzenreiter Sinclair mit 27 500 verkauften Stück. Als für professionelle Anwendungen geeignet liegen der Apple II (4419), IBM PC (4300) und die Philips-P2000-Serie (4200) Bildschirm an Bildschirm. Wobei die genannten Ziffern in jedem Fall Auslieferungen an Händler bedeuten und damit nicht notwendigerweise auch Benutzer-Instalationen. Beim IBM PC beispielsweise wird eine Instalationsziffer von rund 2000 für wahrscheinlich gehalten. Bei Terminalsystemen führt die NCR-Serie 21xx mit 4010 Stück um Länger vor den anderen Herstellern dieser Rechnergruppe. Die DTS200 von Ruf ist das meisteingesetzte Terminalsystem (564 Stück) und 1000 Audit 4 verschaffen Olivetti den ersten Platz bei Magnetkontenanlagen.