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03.08.1990 - 

Rechner im Wert von 105 Milliarden Mark installiert

Computerindustrie in Japan mit zweistelligen Zuwachsraten

TOKIO (vwd) - Die Computerhersteller Nippons haben allen Grund zum Optimismus. Im vergangenen Jahr produzierten sie, gestützt auf eine lebhafte Inlandsnachfrage, Rechner und Zubehör für 59,42 Milliarden Mark; das sind 11,1 Prozent mehr als 1988.

Die Umsätze der acht großen Computerhersteller stiegen dementsprechend im Durchschnitt um 10,6 Prozent an. Die besten Ergebnisse erzielten Hitachi und Toshiba mit l6 beziehungsweise mit 16,6 Prozent Wachstum.

Nach der letzten Jahresstatistik der Electronic Industries Asscoiation of Japan (EIAJ) hatten Großrechner am Produktionswert von 59,42 Milliarden Mark einen Anteil von etwa 33 Prozent. Mit rund 15 000 Systemen setzten die fernöstlichen Hersteller 1989 rund 12 Prozent mehr mit Maschinen dieser Kategorie um als im Vorjahr.

Weiter boomartig expandierte die Nachfrage nach Bürocomputern und PCs. Die EIAJ-Statistik zufolge weist die PC-Produktion eine Steigerung um 19,6 Prozent auf 2,9 Millionen Einheiten im Wert von 8,379 Milliarden Mark auf 50 Prozent davon kommen von NEC, weitere 25 Prozent des Marktes teilen sich Fujitsu und Toshiba, gefolgt von Seiko Epson und IBM Japan mit jeweils etwa acht Prozent. Der mit den Mikros erzielte Umsatz lag bei 11,308 Milliarden Mark. Von den insgesamt 2,4 Millionen verkauften Einheiten blieben 1,66 Millionen im eigenen Land Innerhalb dieses Marktsegments wuchs der Laptop-Verkauf am stärksten: Mit 430 000 Geräten verdoppelte er sich gegenüber 1988.

Stärker als bei PCs erhöhte sich 1989 der Ausstoß von Bürocomputern: Mit 230 000 Maschinen im Wert von 3,444 Milliarden Mark wurden 32,4 Prozent mehr Geräte hergestellt als im Vorjahr. In diesem Bereich teilen sich Fujitsu und NEC die Hälfte des Marktes, gefolgt von Toshiba, IBM Japan und Mitsubishi Electric.

Nordamerika ist der wichtigste Absatzmarkt

Von der hohen Inlandsnachfrage profitierten auch ausländische Hersteller. Der Anteil importierter Geräte am japanischen Computermarkt machte im vergangenen Jahr gut acht Prozent aus. Allein 1989 wurden Maschinen im Wert von 3,78 Milliarden Mark (plus 37 Prozent) nach Japan importiert; davon heimsten allerdings die Amerikaner mit 2,971 Milliarden Mark den Löwenanteil ein. Hinzu kamen importierte Teile und Peripheriegeräte für 2,2 Milliarden Mark.

Der Gesamtwert (Endverkaufsbasis inklusive Zubehör und anderem) der im Land neu eingerichteten Rechneranlagen stieg im Berichtsjahr nach einer Untersuchung der Witschaftstageszeitung "Nihin Keizai Shimbun" um acht Prozent auf 105 Milliarden Mark.

Neben der Inlandsnachfrage zog das Auslandsgeschäft der japanischen Computerindustrie 1989 ebenfalls wieder an: Die Ausfuhren stiegen um 6,2 Prozent auf 16,3 Milliarden Mark. Mit 50 Prozent des Gesamtexportes war die USA der Hauptabsatzmarkt. ln die vergleichsweise kleine Bundesrepublik Deutschland pumpten die Japaner immerhin noch 12 Prozent ihrer Exporte. An Computerteilen lieferten die Söhne Nippons mit 8,914 Milliarden Mark 31,3 Prozent mehr ins Ausland als 1988.

Wesentlichen Anteil am japanischen Export hat allerdings nicht nur der Direktexport, sondern auch die Auslandsproduktion, die immer größere Ausmaße annimmt.