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19.12.1975 - 

Sparkasse Paris: Real-time mit Kienzle 3000

Computerintelligenz auf drei Ebenen verteilt

PARIS - Sparsame Pariser legen ihr Geld - wie könnte es anders sein - bei der "Caisse d'Epargne de Paris" an: bislang 13 Milliarden Francs. Und die dito sparsame Sparkasse Paris baut zur Zeit mit einem Zentralrechner IBM 370/158 und 40 Kienzle-Terminalsystemen, Modell 3000, ein großes Real-Time-Reiner-Verbundnetz in der Bänker-Branche auf. Im Netz sollen sich drei dicke Rationalisierungsfische fangen:

- Automation der Bankschalter in 150 Filialen,

- Datenfernübertragung/-,Verarbeitung und Informationsaustausch im gesamten Filialnetz,

- Optimierung der - Leitungskosten und Entlastung der Rechnerzentrale.

Das Terminalkonzept wurde langfristig geplant. Die Festlegung durch eine gemischte Kommission, in der DV-Spezialistenwissen ebenso repräsentiert war wie die Praxiserfahrung etwa des Schalterpersonals, beruht auf "Gewaltenteilung". Computerpower wird auf drei Ebenen eingesetzt:

- Ein Großrechner in der Zentrale mit der Hauptaufgabe der Dateienverwaltung.

- 40 Terminals Kienzle 3000 als Konzentratoren mit hoher Intelligenz zur Steuerung von jeweils drei bis vier in Einzelfällen auch; mehr "Arbeitsplätzen .

- In den Filialen insgesamt 156 automatisierte "Arbeitsplätze" mit minimaler Eigenintelligenz. Sie genügt immerhin, um im Rahmen eines eigenen Programms bei Ausfall der Konzentratoren im Schalterbetrieb anfallende Daten auf Bandkassette zwischenzuspeichern.

Jeweils ein Konzentrator verwaltet seine Untereinheiten weitgehend selbständig, das heißt auch die ihm zugeordneten Zweigstellen: Dabei erfolgen alle erforderlichen Prüfungen, ehe der Rückgriff auf die eigentliche Zentrale erfolgt. Die Übertragung von den Filialen zu den Konzentratoren und von diesen zur Zentrale erfolgt über

je eine Multi-Point-Verbindung mit 1200 Baud. Dabei ist die Verbindung zwischen Endplatz und Konzentrat völlig unabhängig vom "Draht" zwischen Konzentrator und Zentrale.

Das Ergebnis ist eine kostengünstige, jeweils kurzzeitige Benutzung möglichst kurzer Leitungswege: Die Sparkasse spart Übertragungskosten.

Das hat sie auch nötig, denn das Terminalnetz, das zur Zeit installiert wird und in Teilen bereits läuft, bedeutet eine Mammut-Investition: rund 10 Millionen Mark.