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29.03.2002 - 

Gewinnrückgang trotz Umsatzplus

Computerlinks hofft auf Rückenwind im Herbst

MÜNCHEN (sp) - Der Nettogewinn von Computerlinks ist im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem wegen des gestiegenen Margendrucks und hoher Abschreibungen um 2,2 Millionen Euro oder 56,5 Prozent gesunken: Nach 3,8 Millionen Euro im Vorjahr weist das Unternehmen für 2001 nur einen Überschuss von 1,6 Millionen Euro aus.

Der Vermarkter von Highend-Hardware und -Software leidet nach den Worten seines Chief Operating Officers (CEO) Stephan Link unter dem hohen Wettbewerbs- und Margendruck sowie unter der Investitionszurückhaltung im IT-Bereich. Speziell das Neukundengeschäft sei 2001 schleppend verlaufen. Von dem viel zitierten "Investitionsstau" könne jedoch keine Rede sein. "Die Firmen haben Geld ausgegeben - wenn auch auf niedrigerem Niveau", so der CEO.

Link verwies auf den Umsatz, den die Münchner um 44,6 Prozent von 111,5 Millionen im Vorjahr auf 161,2 Millionen Euro steigern konnten. Auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 300 000 Euro auf 11,1 Millionen Euro. Alle sechs europäischen Tochtergesellschaften erzielten im vergangenen Jahr Profite und einen positiven Cashflow. Damit erhöhte sich der Barmittelzufluss von 900000 auf 5,3 Millionen Euro, die Schulden gingen um 500000 Euro auf 4,3 Millionen Euro zurück.

Den stärksten Umsatzuwachs (129 Prozent) verzeichnete Computerlinks bei E-Security-Lösungen, auf die mit 96,8 Millionen Euro 60 Prozent der Gesamteinnahmen entfielen. Wenig erfreulich entwickelten sich dagegen die Geschäftsbereiche E-Business und Internetworking. Den Hauptumsatz erzielte die Company in Großbritannien (46,8 Prozent) und Deutschland (39,1 Prozent).

Als momentan schwierigstes Ziel bezeichnete Link die Steigerung der Marge. Sie lasse sich nur über bessere Rabatte von den Herstellern sowie über die Gewinnung neuer Partner erzielen. Als weitere wichtige Maßnahme gilt der Ausbau des Servicegeschäfts. Vor allem von der Expansion in den Bereichen Consulting, Konzeption und Realisierung verspricht sich der Firmenchef Impulse auch für den Verkauf von Produkten.

Die weitere Internationalisierung steht nach wie vor auf der Agenda. Geplant, wenn auch noch nicht konkret, sind laut Link Akquisitionen in Italien, Spanien und eventuell Österreich, die über den Cashflow finanziert werden könnten. Für das laufende Geschäfsjahr gibt sich Link verhalten optimistisch. Es sei zwar immer noch schwer, speziell größere Aufträge an Land zu ziehen. "Ich denke aber, dass der konjukturelle Rückenwind, den wir jetzt brauchen, in der zweiten Jahreshälfte einsetzen wird", hofft der Firmenchef.

Abb.: Umsatzsegmente

Den größten Umsatz brachten Produkte für IT-Sicherheit. Quelle: Computerlinks