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04.01.1991 - 

USA: Zahl der Informatik-Studenten sinkt

Computertechnik ist bei der US-Jugend nicht mehr gefragt

LONDON/MÜNCHEN (CW) - Amerikanische Studenten halten es für wichtiger zu wissen, wie man mit einem Computer umgeht, als seine Funktionsweise zu kennen. Diese Ansicht vertritt nach Informationen des Branchen-Informationsdienstes "Computergram" die "Washington Post".

Der Londoner Branchendienst zitiert eine Umfrage des US-Erziehungsministeriums, die besagt, daß nun bereits im dritten Jahr die Zahl der Universitätsabsolventen mit einer DV-Ausbildung zurückgeht. So sank in diesem Jahr die Zahl der Informatik-Abgänger um 27 Prozent gegenüber dem Rekordjahr 1986, als 41 889 Studenten ihr DV-Diplom in Empfang nahmen. Begründet wird dieser Rückgang mit dem wachsenden Desinteresse der Jugend an PCs.

Auch in der "alten" Bundesrepublik ist die Zahl der Informatik-Studenten zurückgegangen. Allerdings bezieht sich dieser Rückgang nach Angaben des Fakultätentages der Informatiker nur auf die Studienanfänger. Die Einschreibungen gingen um 200 von 5400 im Jahre 1989 auf 5200 in diesem Jahr zurück. Insgesamt jedoch stieg die Zahl der immatrikulierten Informatiker von 27 700 auf etwa 30 000. Wilfried Brauer, Professor an der TU München und zuständig für Ausbildungsfragen beim Fakultätentag, begründet den, Rückgang der Studentenzahlen " in den USA damit, daß "die Informatik kein klares, eigenständiges, weiterhin bekanntes und anerkanntes Profil entwickelt", so daß weder die Studienanfänger noch die Absolventen genaue Vorstellungen von dem Fach und von der Ausbildung hätten.

Laut Brauer könne man in den USA an fast 1000 Colleges und Universitäten einen akademischen Grad als Informatiker (mit unterschiedlichen Bezeichnungen, wie computer science oder computing science, computer science and engineering, computer engineering, computer and information science) erwerben, wobei die Spannweite der Lehrinhalte vom Niveau her vom Leistungskurs Informatik an einem deutschen Gymnasium bis zum forschungsorientierten Diplomstudiengang reiche. Der Vorteil der deutschen Hochschul-Informatik bestehe darin, daß sie nach Brauers Auffassung ein klares Konzept habe, daß von allen Seiten akzeptiert werde, so daß er keinen Rückgang der Studentenzahlen

befürchtet.