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03.03.2000 - 

Gast-Kommentar

Computing und Kommunikation?

Peter Pagé ist freier Marktanalyst in München

Die Dynamik des Internet ist ungebrochen. Aber immer noch sehen viele darin nur das weltweite Netz mit seinen Teilnehmermassen und den neuen Geschäftsmodellen, die diese Massen gewinnen sollen. Zu wenig wird noch erkannt, dass das Internet mit Internet Protocol (IP), Web und HTML/XML auf Technologien aufbaut, die insgesamt die IT-Infrastruktur völlig verändern werden. Gerade deren Erschließung aber ist die Herausforderung für jedes Unternehmen - nicht das Suchen nach einem "Me-to"-Ansatz, um auch noch schnell reich zu werden.

Klare Anzeichen für den Wandel werden bereits in der Telekommunikationslandschaft sichtbar, wo der Umstieg auf eine IP-Kommunikation - auch für große Telecom-Anbieter - beschlossene Sache ist, nur eine Frage des Wann. Die Vorteile sind überzeugend, sie liegen in der Aussicht, den Telefonverkehr auf den schnellen Datennetzen quasi nebenher - kostenlos - mitlaufen zu lassen. Genauso muss für die IT-Seite der Umstieg auf eine konsequent Web-Browser-basierte Anwendungsarchitektur selbstverständlich sein - auch wenn dafür viele "neue" Client-Server-Lösungen zumindest überarbeitet werden müssen. Auch hier sind die Vorteile offensichtlich: Es eröffnet sich die Perspektive eines theoretisch weltweiten Zugriffs auf jede Lösung und jede Information.

Doch droht erneut die reine Technik wie zum Beispiel Java den Blick auf pragmatischere Ansätze zu verstellen, deren Zweck es wäre, neue Lösungen wirklich Web-basiert zu implementieren und damit das Internet als Integrationsplattform zu erschließen. Für die Zukunft müssen Lösungen auf Basis des Internet kommunikationsfähig sein und damit IT zur Informationskommunikation nutzen - nicht zur Datenverarbeitung.