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10.04.1987 - 

Ankündigung außerhalb der Hannover-Messen:

Concurrent baut Signalverarbeitung aus

PLANEGG (CW) - Eine "Frühjahrsoffensive" startete jetzt die Concurrent Computer GmbH zwischen den Hannover-Messen, an denen sie unter anderem aus Kosten/Nutzen-Gründen nicht teilnahm. In ihren neuen Geschäftsräumen am westlichen Stadtrand Münchens kündigte Concurrent eine Komplettlösung für Signal- und Meßwertverarbeitung sowie erweiterte Datenbank-und Kommunikationssysteme an. Auch strategische Partnerschaften mit zwei Unternehmen und Umsatzzahlen waren Gegenstand des Announcements.

In Zusammenarbeit mit Ziegler Instruments aus Mönchengladbach entstand das integrierte Meßwerterfassungs- und -verarbeitungssystem Sprints/32 (Signal Processing Integrated Turnkey Solution). Diese Rechnerkonfiguration setzt sich zusammen aus der Concurrent-Supermini-Serie 3200 sowie den von Ziegler- angebotenen Preston-Systemen für die Erfassung beziehungsweise Ausgabe von analogen und digitalen Meßwerten. Das von dem britischen Softwarehaus Granfield Data entwickelte Anwendungspaket mit der Bezeichnung Spag (Signal Processing, Analyzing und Graphics Package) verbindet die beiden Systeme.

Die Module von Spag, in der Bundesrepublik von Ziegler vertrieben, unterstützen Signalverarbeitung von der Meßwerterfassung und Abspeicherung der digitalisierten Daten übler 2- und 3D-Darstellung bis hin zu statistischen Auswertungen im Zeit- und Frequenzbereich. Hierzu steht eine Bibliothek mit mehr als 100 Auswertefunktionen zur Verfügung, die menügeführt aufgerufen werden kann . Derartige Signalverarbeiungssysteme sind beispielsweise erforderlich bei Echtzeitsimulationen (insbesondere Hardware-in-the-loop), Prüfständen für Entwicklung und Wartung von Motoren und Turbinen, Radar- und Sonar-DV sowie für Windkanalversuche. Als Systemsoftware wird (das Echtzeitbetriebssystem OS/32 verwendet; zusätzlich stehen ein Fortran-Compiler und ein echtzeitfähiges Multiprozessor-Ada-Sprachsystem zur Verfügung.

Einstiegsversion kostet 340 000 Mark

Eine Einstiegsversion mit einem mit 500 Kilohertz getakteten Analog/Digital-Wandler (64 Kanäle, 15-Bit-Auflösung), einem Supermini 3212 mit. 4 MB Hauptspeicher, Plattenspeicher mit 368 MB Kapazität sowie System- und Anwendungssoftware wird für 340 000 Mark angeboten. Diese Konfiguration ist ausbaubar auf bis zu 2,4 MB pro Sekunde kontinuierliche Datenaufnahme und -abspeicherung auf Plattenspeicher.

Unter der Bezeichnung "Reliance Office" kündigte die Perkin-Elmer-Division ein Büro-Informations- und- Kommunikationssystem an, das eine Sammlung von Softwarepaketen darstellt. Das System bietet Gateways zu X.25, Ethernet und SNA. Das Basispaket Reliance Access ist für 3300 Mark erhältlich. Als Optionen werden angeboten: Datenbank-Management-System "Reliance Plus" mit maskenorientierter oder SQL-Abfragesprache, Textverarbeitung "Lex", elektronische Post "NEM/32", "C-Telex" sowie die Kommunikationssoftware "PENnet PC". Die ab Mai lieferbare Textverarbeitungs- und Telex-Software stammt von englischen Softwarehäusern, der Rest sind Eigenentwicklungen von Concurrent. Release 8.0 von Reliance Plus ist ab April verfügbar, kostet je nach System zwischen 10 000 und 79 000 Mark und läßt sich zusammen mit einem zweiten Rechner und der Netzwerksoftware PENnet PC als verteilte Datenbank einsetzen. Auf die Kommunikationssoftware müssen Interessenten allerdings noch bis Mitte des Jahres warten.

Zum Verkauf freigegeben hat Concurrent ferner ihren Ada-Compiler C3-Ada. Als Basis für das Produkt diente der von der Systeam KG in Karlsruhe entwickelte Ada-Compiler sowie die Programmentwicklungsumgebung Apse.

Für die gegenseitige Zusammenarbeit in bestimmten Marktsegmenten haben die Concurrent Computer Corp. und die Apollo Computer Inc. zwei Verträge mit weltweiter Gültigkeit unterzeichnet. Hierbei handelt es sich um ein gemeinsames Vertriebs- und Marketingabkommen sowie einen OEM-Vertrag auf ein Jahr. Letzterer sieht die Bereitstellung von Apollo-Workstations zum Verkauf durch Concurrent vor. Dabei wird die Verbindung zwischen den Workstations und den Superminis über Ethernet und TIP/IP hergestellt. Über weitere Partnerschaften mit anderen Unternehmen werde gegenwärtig noch verhandelt, so die Geschäftsleitung. Im Gegensatz zur amerikanischen Muttergesellschaft hat die Concurrent Computer GmbH im Geschäftsjahr 1985/86 (30. Juni) keinen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Das Unternehmen setzte in diesem Zeitraum mit etwa 70 Mitarbeitern 31,4 (28,8) Millionen Mark um und peilt für das laufende Fiskaljahr 36 Millionen an. Die Muttergesellschaft erreichte 1985/86 einen Umsatz von 254 (269) Millionen Dollar.