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04.10.2005 - 

Conquistador Gates

Heute gilt es, eine Lanze zu brechen für Microsoft. Zur Erklärung müssen wir einen kleinen Exkurs in die Geografie machen und bedienen uns dabei der Schilderung eines Kollegen der geschätzten "Süddeutschen Zeitung". Der beschreibt in praller Emotionalität das Land der Araukaner. Sie nennen sich Mapuches und sprechen Mapudungun.

Hier nun landen wir wieder bei Microsoft - und eigentlich bei dem klassischen Problem, das alle US-Amerikaner zu gewärtigen haben, wenn sie ihren Fuß nach außerhalb von den Vereinigten Staaten von Amerika setzen. Man begegnet den Vertretern der westlichsten aller Demokratien ja bekanntlich immer erst einmal mit Misstrauen und der Frage, welchem Land ihre obersten Chefs wohl diesmal wieder ein bisschen Freiheit beibringen wollen.

Dieses Verdikt gilt auch für Microsoft. Dessen Chef William H. Gates III. hat nämlich entschieden, dass Mapudungun zu den Sprachen gehört, in die Windows zu übersetzen sei. Ende 2005 soll es so weit sein. Gegen diese Kulturoffensive von Microsoft setzt sich nun der Stamm der Mapuches zur Wehr. Dessen Sprecher Aucan Huilcaman schmettert, Conquistador Gates verstoße mit seinem Ansinnen gegen das Selbstbestimmungsrecht seines Volkes. Man sei nicht gefragt worden, ob Microsoft Windows in Mapudungun übersetzen dürfe. Ja, geht’s denn noch? Selbstbestimmung hin, Freiheit und Eigenständigkeit her. Sogar wir, die wir bekanntlich das Volk sind, haben nicht so rumgezickt, als Windows ins Deutsche und so weiter... Also haben Sie sich mal nicht so, Herr Huilcaman.