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10.11.2000 - 

Mit Greg Peters, CEO von Vignette, sprach CW-Redakteur Frank Niemann

"Content-Management wird Teil der Applikationen sein"

CW: Vignette bietet nicht mehr nur Web-Content-Management-Software, sondern eine ganze Reihe von E-Commerce-Applikationen. Wollen die Leute wirklich alles aus einer Hand?

Peters: Unsere Software besteht aus vielen Komponenten. Ich denke, Firmen wollen Produktsuites, um die Integrationskosten niedrig zu halten.

CW: Trotzdem bauen immer noch sehr viele ihre eigenen Web-Content-Lösungen.

Peters: Wir finden bei Kunden meist selbstentwickelte Software vor, die sich entweder nicht richtig skalieren lässt oder deren Wartung dem Unternehmen zu kostspielig geworen ist. Zudem sind die Firmen oft nicht glücklich damit, von einer kleinen Gruppe von Programmierern abhängig zu sein, die das System erstellt haben.

CW: Wie setzen Unternehmen Ihre Software ein?

Peters: Wer Vignette-Produkte kauft, verwaltet damit jede Art von Online-Inhalten, seien es nun News, Produktbeschreibungen oder Preise. Eine große Rolle spielt dabei auch die Personalisierung, und zwar sowohl im B-to-C- als auch im B-to-B-Bereich. Beispielsweise kann ein PC-Hersteller damit Produktinformationen und Preise für bestimmte Firmenkunden individuell aufbereiten.

CW: Mit welchen Web-Shop-Lösungen lässt sich Vignette denn integrieren?

Peters: Unser Unternehmen liefert keine Produkte für die Integration von solchen Systemen. Das überlassen wir entsprechenden Partnern, die dem Kunden vor Ort helfen. Wir kümmern uns jedoch um die Einbindung von Applikations-Servern. Hier ist die Nachfrage auch höher.

CW: Sie kooperieen eng mit IBM. Besteht nicht die Gefahr, dass Sie sich stärker auf den Applikations-Server "Websphere" konzentrieren?

Peters: Nein, wir werden so offen sein wie bisher. Die IT-Umgebungen unserer Kunden sind viel zu heterogen, als das sich Vignette nur auf einen Applikations-Server beschränken könnte. Es gibt Firmen, die gleich mehrere solche Produkte einsetzen.

CW: Wird Vignette an der Scriptsprache TCL festhalten wie bisher?

Peters: Ja, denn TCL ist eine von drei Möglichkeiten. Sie können heute schon zwischen TCL und Active Server Pages wählen, und noch im vierten Quartal werden wir Java Server Pages unterstützen.

CW: Microsoft ging mit Interwoven eine Kooperation ein und liefert mit seinem "Commerce Server 2000" eine Web-Content-Management-Software aus. Gedacht ist die Lösung für Kunden, denen umfangreiche Produkte wie die von Vignette zu teuer sind. Was wollen Sie in dieser Richtung unternehmen?

Peters: Wir wollen nicht ins Lowend. Um mittelständische Unternehmen bedienen zu können, arbeiten wir mit einigen Application-Service-Providern zusammen.

CW: Vignette hat vor kurzem die Extended-Content-Management-(XCM-)Allianz gegründet. In dieser Industrievereinigung sind Sie jedoch der einzige Anbieter von Web-Content-Management. Wie unterscheidet sich XCM von einem Vignette-Partnerprogramm?

Peters: Andere Firmen sind herzlich willkommen, der XCM beizutreten.

CW: Wie sehen Sie die Zukunft des Web-Content-Managements?

Peters: In fünf Jahren wird es Web-Content-Management als solches nicht mehr geben. Einige Funktionen wandern in die Applikations-Server, andere in E-Commerce-Anwendungen.