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12.02.2014 - 

Samsung

Context könnte Privatsphäre aushöhlen

Dass bestimmte Apps Zugriff auf Bereiche unseres Smartphones haben, die für deren Funktion völlig irrelevant sind, ist bekannt. Mit dem neuen Dienst "Context" könnte Samsung in Zukunft die App-Entwickler weiter mit persönlichen Daten füttern. Privatsphäre adé?

Der Fingerabdrucksensor des iPhone 5S sorgte im vergangenen Jahr für hitzige Diskussionenüber den Eingriff eines Großunternehmens in die Privatsphäre des Handy-Nutzers. Die große Frage, die sich stellt: Wo gehen meine Daten hin? Samsung könnte in Zukunft einen Dienst starten, bei dem die Antwort auf die Frage lauten könnte: nahezu überall hin. Denn tatsächlich scheint der südkoreanische Hersteller laut dem Nachrichtenmagazin "The Information" an einer Technologie zu arbeiten, über die solche Daten wie Texteingaben, Angaben über geöffnete Apps und Sensordaten an App-Entwickler weitergeleitet werden könnten.

Bislang ist nur wenig über Context bekannt. Es ist auch ungewiss, ob es jemals von Samsung verwirklicht wird. Doch schon allein die Tatsache, dass der Hersteller an einer solchen Technologie arbeitet, dürfte in Zeiten von NSA-Skandal, Bewegungsprofilen und fragwürdigen Zugriffsrechten durch Apps kaum sonderlich gut ankommen. Nun stellt sich nicht mehr die Frage, wohin die Daten gehen, sondern: wozu? Die automatisch erfassten Daten sollen von Entwicklern dazu verwendet werden, die Software von Smartphones und Tablets noch weiter an die Nutzergewohnheiten anzupassen, sie also kontextsensitiv zu gestalten. In diesem Fall würden Apps bei Bedarf selbstständig gestartet werden und solche Inhalte anzeigen, die der Dienst vom Nutzer erwartet - ähnlich also, wie es Dienste wie Google Now bereits tun.

Das Samsung-Hauptquartier in Seoul
Das Samsung-Hauptquartier in Seoul
Foto: Samsung

Denkbar ist auch, dass Context zur Schaltung von Werbung genutzt werden könnte. Mit jeder erfassten Worteingabe und jeder geöffneten App erhält ein Entwickler Einblick in die Gewohnheiten des Nutzers und könnte theoretisch personalisierte Werbung schalten. Sollte das Smartphone tatsächlich selbstständig Inhalte anzeigen können, könnten Mobiltelefone durch Context künftig zu wahren Werbeschleudern mutieren. Das alles bleibt zwar solange der an die Wand gemalte Teufel, bis Samsung bekannt gibt, was sich denn genau hinter Context verbirgt, was damit erreicht werden soll und welche Zugriffe er wirklich haben wird. Doch würde ein solcher Dienst sicherlich eine weitere Barriere zwischen Privatanwender und wirtschaftsorientiertem Großunternehmen einreißen, ganz zu Schweigen von den Sicherheitsrisiken und der Manipulationsanfälligkeit, die sich aus einem solchen Dienst ergeben könnten.

Laut The Information verzögern sich die Arbeiten an Context, da sich verschiedene Parteien bei Samsung bislang noch uneins darüber sind, ob ein solcher Dienst die Verkaufszahlen von Smartphones positiv beeinflussen würde. Deshalb ist auch nach wie vor nicht sicher, ob Context überhaupt erscheinen wird.

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