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17.02.1989

Control Data Corp.: Die Probleme bei CDC dauern an. Im abgelaufenen Jahr wurden wieder rote Zahlen geschrieben - 12,8 Millionen Dollar beträgt das Defizit. Der Umsatz lag mit 933 (928) Millionen Dollar auf Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr weist der

Control Data Corp.:

Die Probleme bei CDC dauern an. Im abgelaufenen Jahr wurden wieder rote Zahlen geschrieben - 12,8 Millionen Dollar beträgt das Defizit. Der Umsatz lag mit 933 (928) Millionen Dollar auf Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr weist der DV-Konzern einen hauchdünnen Gewinn von 1,7 Millionen Dollar aus, was bei Einnahmen von 3,63 (3,37) Milliarden Dollar einer Umsatzrendite von 0,46 Promille entspricht.

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Computer Gesellschaft Konstanz mbH:

Die Siemens-Tochter für optische und akustische Datenerfassung sieht sich wieder auf dem aufsteigenden Ast. Zwar trat die CGK im vergangenen Geschäftsjahr umsatzmäßig auf der Stelle (113,1 nach 111 Millionen Mark), doch stieg der Auftragseingang, der 1986/87 deutlich unter 100 Millionen gelegen hatte, auf 118 Millionen an. Die Zahl der Mitarbeiter wurde von 717 auf 690 reduziert.

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Standard Elektrik Lorenz AG:

Die Stuttgarter Filiale der Alcatel hat, wie der neue Vorstandsvorsitzende Gerhard Zeidler in seiner ersten Pressekonferenz zugab, 1988 das Klassenziel nicht erreicht. Dennoch schreibe das Unternehmen schwarze Zahlen, beschwichtigte der Nachfolger des über die Mißwirtschaft im Bereich Bürokommunikation sowie einen Vorwurf der Untreue gestolperten Helmut Lohr. Zahlen nannte Telecom-Fachmann Zeidler freilich nicht, denn darüber muß erst der Aufsichtsrat diskutieren. Um den Bürobereich "aus dem Tal" heraufzuführen, will SEL an die 500 der 5000 dort Beschäftigten versetzen oder entlassen. Verkaufsabsichten bestünden aber weder für diese noch für eine andere Sparte, was aus der Tochter CTM wird, wollte Zeidler nicht sagen.

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Fried. Krupp GmbH:

Wieder abwärts ging es 1988 mit Krupps Elektroniksparte. Der Auftragseingang sank nach vorläufigen Zahlen um 10 Prozent auf 836 Millionen Mark. Der Konzern führt dies darauf zurück, daß 1987 ein Großauftrag zu einem Ausreißer nach oben geführt habe; 1986 hatte der Auftragseingang bei 780 Millionen Mark gelegen.

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SDRC CAE International:

Die Structural Dynamics Research Corp. hat 1988 ihren Umsatz um 23 Prozent auf 75,2 Millionen Dollar gesteigert; der Softwarevertrieb, dessen Ergebnis nicht näher spezifiziert wurde, expandierte nach Angaben des Unternehmens sogar um 36 Prozent. Beim Nettogewinn übertraf das CAE-Unternehmen mit 5,9 Millionen Dollar den Vorjahresbetrag um 66 Prozent.

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Panatek Computer GmbH:

Die seit Anfang 1988 aktive Hamburger Vertriebstochter des taiwanischen PC-Herstellers Chien Hsien will jetzt den deutschen Markt aufmischen. In den ersten acht Monaten ihrer Geschäftstätigkeit habe Panatek 10000 Geräte verkauft und damit 15 Millionen Mark eingenommen, behauptete ein Sprecher des Unternehmens gegenüber der Agentur VWD. In Hannover möchten die Nationalchinesen mit der "leichtesten 20-MB-Festplatte" Furore machen. Für nächstes Jahr - bis dahin soll der Umsatz auf 100 Millionen Mark anwachsen - plane man eine Endmontage in der Bundesrepublik.

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American Telephone & Telegraph Co.:

Der AT&T-Konzern hat aufgrund hoher Abschreibungen für 1988 rote Zahlen geschrieben. Wertberichtigungen für alte Ausrüstungen summierten sich mit Aufwendungen für die Modernisierung des Fernmeldenetzes auf annähernd sieben Milliarden Dollar, so daß unter dem Strich ein Verlust von 1,67 Milliarden Dollar auflief. Der Umsatz des Telefonkonzerns, der ungeachtet seiner Unix-Erfolge im DV-Bereich seit langem Ertragsprobleme hat, kletterte von 33,8 auf 35,2 Milliarden Dollar.

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Apollo Computer Inc.:

Der Workstation-Spezialist aus Massachusetts hat im letzten Quartal 1988 die Nullinie wieder überschritten. Dank eines Quartalgewinns von 3,2 Millionen Dollar schaut sogar fürs Gesamtjahr doch noch ein leichter Überschuß heraus: 2,1 (nach 20,5) Millionen Dollar. Der Umsatz stieg um 100 auf 653,5 Millionen Dollar.

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Candle Corp.:

Dreistellige Zahlen schreibt jetzt der Performance-Management-Spezialist aus Los Angeles. Das Softwarehaus nahm 1988 genau 100 (Vorjahr: 81) Millionen Dollar ein. Die großen Steigerungsraten gab es außerhalb Nordamerikas: Das Europageschäft wuchs um 45 Prozent auf 31 millionen Dollar, wovon auf den deutschsprachigen Raum 25 Millionen Dollar (47 Millionen Mark) entfielen.

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Mentor Graphics Corp.:

Das US-Unternehmen hat nach 222 Millionen Dollar im Vorjahr nun die 300-Millionen-Dollar-Umsatzmarke knapp überschritten. Die Gewinnmarge liegt bei gut 11 Prozent.

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Motorola Inc.:

Der Halbleiter- und Nachrichtentechnik-Konzern aus Schaumburg/Illinois zeigt sich mit dem Jahr 1988 insgesamt zufrieden. Insbesondere die Chip-Abteilung wuchs überdurchschnittlich: Während das Gesamtunternehmen seinen Umsatz um 23 Prozent auf 8,25 Milliarden Dollar steigerte, verbesserte sich die Semiconductor Division um 25 Prozent. Der Geschäftsbereich Informationssysteme dagegen lag mit sieben Prozent Wachstum weit zurück. Der Konzerngewinn beläuft sich auf 445 Millionen Dollar, was einem Plus um 44 Prozent entspricht.

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Cray Research Inc.:

Der Supercomputer-Marktführer hat tatsächlich die schwere Scharte au den drei vorausgegangenen Quartalen auswetzen können. Allein im vierten Quartal wurden Aufträge in Wert von 331 Millionen Dollar abgerechnet, so daß für das ganze Jahr doch - wie geplant - eine Steigerung um 10 Prozent auf 756 Millionen Dollar realisiert wurde. Der Gewinn kann sich ebenfalls sehen lassen: Er beträgt 156,6 Millionen Dollar, was einer durchaus satten Marge von 20,7 Prozent entspricht.

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Symbolics Inc.:

Mit einem papierdünnen Gewinn von 432 000 Dollar hat der Expertensystem-Anbieter sein zweites Quartal (Oktober bis Dezember) abgeschlossen. Der Umsatz blieb aber mit 16,6 Millionen Dollar gegenüber dein schwachen Vorjahresergebnis nahezu unverändert.

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Sequent Computer Systems Inc.:

Der Parallelcomputer-Zwerg wächst. Das Unternehmen aus Portland (Oregon) verdoppelte 1988 die Verkaufserlöse auf 76,1 Millionen Dollar und verdiente dabei netto 6,5 Millionen Dollar.

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Stratus Computer Inc.:

Der besonders im OEM-Geschäft starke Hersteller ausfallgeschützter Transaktionsprozessoren verzeichnete 1988 ein Plus von 44 Prozent und setzte somit 265 Millionen Dollar um; unter dem Strich blieben 29,3 Millionen Dollar übrig, ein um 51 Prozent besserer Gewinn als 1987.

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Hewlett-Packard Co.:

Der US-Konzern will seine Stammaktien an den Börsen von Frankfurt, Stuttgart, London, Paris und Zürich notieren lassen. Die Zulassung wird für April erwartet.

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SAP AG:

Das Walldorfer Softwarehaus liegt mit seinen vorläufigen Umsatzzahlen eigenen Angaben zufolge über Plan. Statt erwarteter 215 Millionen Mark seien 1988 rund 240 Millionen Mark eingenommen worden. Auf das Inlandsgeschäft entfielen 178 Millionen Mark. Trotz pessimistischer Äußerungen von Branchen-Skeptikern über die Entwicklung der IBM-Standardsoftware-Industrie sieht SAP die Zukunft fürs eigene Haus rosig: 10 bis 15 Prozent Zuwachs pro Jahr seien in den 90er Jahren drin, wobei SAP an der allgemeinen Steigerung überproportional partizipieren will.

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Siemens AG:

Trotz einer sich abzeichnenden Marktsättigung bei AT-kompatiblen PCs der gehobenen Preisklasse konnte der Münchner Konzern nach eigenen Angaben 1988 seinen PC-Absatz um 56 Prozent auf 44 000 Stück steigern. Von der Serie PC-D seien 26 000 Stück in den Inlandsmarkt gegangen. Jetzt plant Siemens sogar einen US-Vertrieb.

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Texas Instruments Corp.:

Der Chipgigant aus Dallas übertraf mit einem Jahresumsatz von 6,3 Milliarden Dollar das Vorjahresergebnis um 14 Prozent. Die Rendite blieb unverändert; der Gewinn beläuft sich auf 366 (321) Millionen Dollar.

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Prime Computer Inc.:

Die angedrohte Übernahme durch MAI Basic Four hat die Anwender von Prime- und Computervision-Produkte nicht allzu sehr verschreckt. Der Umsatz im vierten Quartal übertraft mit 431,1 (422,4) Millionen Dollar immerhin den aus dem Vorjahr, als Prime und CV noch zwei selbständige Firmen gewesen waren. Fürs ganze Jahr erreichte der Prime-Umsatz 1,59 Milliarden Dollar, also etwas mehr, als Prime und CV zusammen 1987 eingenommenen hatten. Die Abwehr des unerwünschten Übernahmeversuchs kostet allerdings viel Geld. So rasselte der Gewinn abwärts - um 71 Prozent auf 19 (65) Millionen Dollar.

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Intel Corp.:

Die Nummer eins im Mikroprozes sorgeschäft wächst und gedeiht. Von 1,9 auf 2,9 Milliarden Dollar wuchs; 1988 der Umsatz, von 248 auf 453 Millionen Dollar der Gewinn, von 13,1 auf 15,6 Prozent die Rendite. Im vierten Quartal zeigte der positive Trend Ermüdungserscheinungen. Der Gewinn war rückläufig, der Nachfrageschub verlangsamte sich.

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LSI Logic Corp.:

Der ASIC-Pionier aus Milpitas (Kalifornien) schraubte seinen Umsatz 1988 von 262 auf 379 Millionen Dollar in die Höhe und erzielte dabei einen Reingewinn von 24,7 (11,3) Millionen Dollar.