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Sanierte Speichertechnik-Abteilung geht an Seagate:


16.06.1989 - 

Control Data verkauft nun auch Imprimis

SCOTTS VALLEY (CW) - Der Kahlschlag bei Control Data geht weiter: Der Computerhersteller aus Minneapolis wird jetzt auch die Datenspeicher-Abteilung Imprimis abstoßen. Unterkommen soll die gerade sanierte CDC-Division bei der kalifornischen Seagate Technology.

Seit - nunmehr drei Monaten herrscht Ausverkaufsstimmung bei Control Data. Zuerst veräußerte das CDC-Präsidium die Control-Data-Institute, dann wurde die Supercomputer-Division Eta Systems geschlossen mit der gleichzeitigen Ankündigung, auch die Cyber-Abteilung kräftig abzuspecken. Künftig, so erklärte das CDC-Topmanagement, wolle man sich vor allem auf das Imprimis-Speichergeschäft konzentrieren.

Dies jedoch hielt der Computerbauer aus Minneapolis nur knapp acht Wochen durch: Die Seagate Technology Inc., Scotts Valley, Mitbewerber im Speichersektor, unterschrieb jetzt nämlich eine Absichtserklärung, die Imprimis Technology Inc. für rund 450 Millionen Dollar zu übernehmen. Davon erhält Control Data 250 Millionen bar auf die Hand. Den Rest wollen die Kalifornier in Form eines Schuldscheins in Höhe von 50 Millionen Dollar und mit rund 11 Millionen Stammaktien begleichen. Dadurch ist CDC künftig zu etwa 18 Prozent an Seagate beteiligt und hat laut CDC-President Lawrence Perlmann zudem das Recht, seine Anteile an dem PC-Speichertechnik-Produzenten auf 22 Prozent zu erhöhen.

Seagate Technology wiederum avanciert durch den Imprimis-Deal nicht nur zum fahrenden Anbieter von Speichertechnik in den USA (geschätzter Marktanteil: 35 Prozent), sondern beide Unternehmen ergänzen sich auch in ihren Hauptaktivitäten. Während sich Seagate vornehmlich auf den PC-Sektor konzentriert, produziert Imprimis für den Minicomputer- und Workstationmarkt. Für amerikanische Analysten kommt dieser Schachzug zudem zu einem günstigen Zeitpunkt, da die japanischen Konkurrenten derzeit aggressiv auf den US-Markt drängen.