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02.10.2006 - 

Kolumne

COO mit Turbo

Über die Rolle des CIO im Unternehmen wird immer wieder gerne und kontrovers diskutiert. Die einen widmen sich der Frage, ob ein CIO nicht Vorstands- oder Geschäftsführungsmitglied sein muss, um so mit der nötigen Autorität ausgestattet, moderne Prozesse und innovative IT in seinem Unternehmen zu etablieren. Sie sehen ihn entweder als Chief Operating Officer oder als Chief Process Officer. Andere plädieren dafür, den IT-Chef als obersten technischen Dienstleister zu betrachten, der sicherstellt, dass die Fachabteilungen die IT-Unterstützung erhalten, die sie benötigen und bezahlen können. Eine dritte Gruppe sieht den CIO nach wie vor als Obermaschinisten, der einzig für das reibungslose Funktionieren des IT-Motors sorgt.

Auf einer Veranstaltung der computerwoche brachte der CIO einer großen Bank einen neuen Gedanken ins Spiel: Es gehe nicht darum, ob der CIO im Vorstand sei, ob er innovative Technik einführe oder sich als Business-Enabler sehe. Er müsse sich als Effizienz-Manager im Unternehmen etablieren. Dann gäbe es weder Diskussionen um seine Rolle noch würde der Beitrag der IT zum Geschäftserfolg bezweifelt.

Der Gedanke entwickelt erst bei genauerer Betrachtung seine Wirkung. Oberflächlich gesehen, scheint der Anspruch Effizienz-Manager sein zu wollen, erst einmal bescheiden, vor allem auch deshalb, weil Effizienz konkret ist und sich messbar verbessern oder verschlechtern kann. Genau an dieser Stelle wird aber deutlich, welche Schlüsselstellung ein Manager besetzen würde, der für die Effizienz des Gesamtunternehmens verantwortlich zeichnet. Sein Einfluss erstreckte sich auf jeden Prozess und jede Fachabteilung. Überall könnte er unangenehme Fragen nach dem effizientesten Weg stellen und in jedem Segment Vorschläge machen, wie es besser organisiert werden könnte. Er wäre quasi ein Chief Operating Officer mit Turbo.

Damit wäre, grinst unser Bank-CIO, jeder Zweifel an der Rolle des IT-Chefs weggewischt. Allerdings sagte der Mann auch, dass die IT, die diesen Weg beschreiten will, sich zunächst einmal selbst effizient organisieren muss - zum Beispiel das Versprochene pünktlich und zum zugesagtenen Preis liefern. Zugegeben: Für viele CIOs und IT-Abteilungen ist das noch ein weiter Weg, aber es ist einer, der mit ziemlicher Sicherheit nicht in eine Sackgasse führt.

Diese Kolumne finden Sie auch im Blog der computerwoche unter blog.computerwoche.de. Dort können Sie Ihre Meinung abgeben und sofort veröffentlichen. Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.