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26.09.1997 - 

Angebot aus einer Hand - vor allem bei den IT-Services

Coopers & Lybrand will mit Price Waterhouse fusionieren

Der Merger soll Anfang 1998 rechtskräftig werden. Ziel sei es, wie beide Unternehmen auf einer Pressekonferenz in New York mitteilten, ein "globales Kraftzentrum für professionelle Dienstleistungen" zu schaffen - ein Ansinnen, dem zumindest die Papierform der neuen Consulting-Company entsprechen dürfte. Mit derzeit 13 Milliarden Dollar Honorareinnahmen entsteht vor Arthur Andersen (zehn Milliarden Dollar) KPMG (8,5 Milliarden Dollar) und Ernst & Young (acht Milliarden Dollar) das mit Abstand weltweit größte Beratungshaus. Rund 135000 Mitarbeiter, davon 7500 in Deutschland, würden dann zusammen mit 8500 Partnerunternehmen Kunden in etwa 140 Ländern betreuen.

Rechtlich selbständig unter einem gemeinsamen Dach

Beide Gesellschaften wollen allerdings auch in Zukunft unter dem gemeinsamen Dach rechtlich selbständig agieren. Eine übergreifende unternehmerische Integration für "Coopers & Price" soll jedoch sicherstellen, daß man internationalen Konzernen künftig Dienstleistungen aus einer Hand anbieten kann. Insbesondere die globale wirtschaftliche Verflechtung selbst mittelständischer Firmen mache einheitliche Standards und Kommunikationssysteme für Prüfungs- und Beratungsleistungen notwendig, hieß es.

Die stets komplexer werdenden Anforderungen im internationalen Beratungsgeschäft - neben der Globalisierung spielt hier die zunehmende Dezentralisierung der Unternehmen eine Rolle - sehen auch externe Marktbeobachter als Hauptmotiv für die Fusionspläne beider Gesellschaften an. Dies um so mehr, als beim klassischen "Audit", also dem Testat von Unternehmensabschlüssen, stagnierende Umsätze und kontinuierlich sinkende Margen an der Tagesordnung sind. Hinzu kommen offensichtlich immer größere Haftungsrisiken. So ist gegen Price Waterhouse derzeit eine größere Schadensersatzklage im Zusammenhang mit Sorgfaltsmängeln bei der Prüfung des mittlerweile geschlossenen US-Geldhauses Bank of Credit and Commerce International anhängig. C&L drohen ähnliche Verfahren in Verbindung mit dem Bankrott der britischen Barings-Bank und dem Zusammenbruch des Maxwell-Imperiums.

Das Hauptaugenmerk der bisherigen "Big Six", wie die großen internationalen Consulting-Firmen genannt werden, dürfte daher mehr denn je dem IT- und Management-Beratungsgeschäft gelten. Schon jetzt werden hier mehr als 50 Prozent der Umsätze generiert, jährliche Wachstumsraten von rund 20 Prozent sind die Regel. Beide Branchengrößen sind demzufolge bestrebt, ihr entsprechendes Serviceangebot zu bündeln und zu optimieren, heißt es. So hat sich etwa Price Waterhouse in den letzten Jahren auf die Einführung von Standardsoftware (Baan und SAP) spezialisiert; C&L bringt nach Ansicht von Experten vor allem Know-how in den Bereichen Telekommunikation sowie Business Re-Engineering mit in die neue Firmenehe.