Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

01.07.2005

Copan archiviert auf Platten

Nearline-Speicher werden überflüssig.

Daten auf Festplatten zu archivieren muss nach Meinung von Copan Systems nicht teurer sein als die Speicherung auf Band. "Revolution 200T" nennt sich das erste Produkt der Company aus Longmont, Colorado. Der modular aufgebaute Speicher fasst in einem 19-Zoll-Kabinett bis zu 896 Laufwerke und 224 TB. Jeweils 14 Drives werden in einen Container gepackt. Acht Container ergeben eine Containerbank, die somit 112 Laufwerke oder 28 TB Speicherplatz enthält. Im Rack finden maximal acht Containerbänke Platz. Copan beziffert die Speicherkosten des Systems auf 3,50 Euro je GB. "Damit liegen wir im Bereich dessen, was die Archivierung auf Band kostet, und man spart die Ausgaben für die Bandkassetten", erklärt Dave Davenport, President und CEO der Firma.

Große Unternehmen arbeiten oft mit einer mehrstufigen Speicherumgebung ("tiered storage"), wo "Nearline"-Festplattenspeicher zwischen Online- und Archivsystem geschaltet sind. Der Vorteil so einer Organisation zeigt sich bei Backup und Restore: die im Vergleich zum Bandarchiv schnelleren Nearline-Speicher präsentieren sich dem Host zwar als Archiv, sammeln aber nur die Daten, um sie später dem Bandspeicher zur Archivierung zu übergeben. Der Backup-Prozess wird dadurch beschleunigt und gegebenenfalls der Restore auch, sofern sich die benötigten Daten noch im Nearline-Speicher befinden. Mit der Copan-Lösung entfällt der Umweg über die Nearline-Speicher, da das Archiv selbst aus einem Festplatten-Array besteht. Copan-Chef Davenport glaubt, mit Revolution 200T eine Lücke zwischen teuren Online-Systemen und langsamen Bandarchiven schließen zu können.

Copan verwendet kostengünstige SATA-Festplatten (Serial ATA), die in einer "MAID"-Konfiguration angeordnet sind. Die zum Patent angemeldete MAID-Technik steht für "Massiv Array of Idle Disks" und bedeutet, dass nur jeweils ein Viertel der Festplatten im System aktiv sind und die anderen bis zum Aufruf in einen Schlafmodus versetzt werden. Das schont die Drives und reduziert Stromkosten und Kühlungsbedarf. Die Sicherheit von Raid-Level 5 bleibt bestehen. Bei Bedarf können im System auch mehrere "Raid-Engines" eingerichtet werden, die parallele Schreib- und Lesezugriffe mit einer Gesamtbreite von 2,75 TB in der Stunde bieten.

Für die Überwachung der vielen Laufwerke des Archivspeichers hat Copan die Software "Disk Aerobics" entwickelt, die den Status von Laufwerk und Umgebung ermittelt, heruntergefahrene Laufwerke periodisch testet und bei einem drohenden Ausfall die Daten auf ein Ersatzlaufwerk der Raid-Gruppe migriert. Das System emuliert die gängigen Bandlaufwerke und -bibliotheken von Adic, Quantum, Hewlett-Packard, Storagetek, IBM, Seagate und Sony und unterstützt die Backup-Programme von Bakbone, Commvault, Legato, Microsoft, Tivoli und Veritas sowie die Archivapplikationen von Adic, Filetek, SGI und Sun. Copan hat kürzlich in England seine Europa-Zentrale errichtet und verkauft in Deutschland über die Securion AG in Garching bei München. (kk)