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18.04.1986 - 

US-Experten fordern Gesetzesrevision:

Copyright-Schutz braucht neues Gewand

PITTSBURGH (CWN) - Gegensätzliche Interessen in der US-Software-Industrie verzögern das Inkrafttreten von Gesetzen zu einem verbesserten Copyright-Schutz. Diese Ansicht vertrat Rechtsanwalt Richard Stern kürzlich auf einem Symposium in Pittsburgh, das die Zukunft des SW-Schutzes zum Thema hatte.

"Instruktionssätze, Algorithmen, Symbole, Metaphern, Flußdiagramme und letztlich auch Sprachen fallen nicht unter den gegenwärtig gebräuchlichen Copyright-Schutz. Jedes dieser Produkte erfordert jedoch einen erheblichen Aufwand an Investitionen oder Zeit", monierte Stern.

Paragraph 102B des gegenwärtigen Copyright-Gesetzes sieht vor, daß Ideen allein nicht als schützenswert gelten können. Stern hingegen vertritt die Ansicht, Computerprogramme hätten einen rechtlich besser gesicherten Status verdient.

Pamela Samuelson, außerordentliche Professorin an der juristischen Fakultät der Universität Pittsburgh, äußerte Zeifel daran, ob die Copyright-Frage in allen SW-Streitfällen genügend berücksichtigt werde. Hauptdiskussionspunkt sei die Frage, ob der "Besitzerstatus" für vom Computer erzeugte "Werke" beim Benutzer, beim Programmierer oder bei beiden gemeinsam liegen müsse.

Stern verwies weiter darauf, daß die amerikanische Regierung sich 1984 zumindest teilweise vom bestehenden Copyright-Gesetz gelöst hatte, als sie den Semiconductor Protection Art verabschiedete. Dieses Gesetz gestand den Chip-Designern zehn Jahre Schutz gegen illegales Kopieren ihrer Erzeugnisse zu.