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15.04.1988

Copyright - so oder so

Wer lange genug mit dieser Branche befaßt ist, wundert sich über gar nichts mehr. Daß Microsoft jetzt auf die Klage der Apple Computer Inc. mit einer Gegenklage reagiert (Seite 1), wird von denjenigen mit Genugtuung registriert werden, die Apple schon boykottieren wollten. Einer IBM nimmt man es nicht übel, daß sie sich - wie beim Mikrokanal- patentrechtlich einnebelt, um die Kompatiblen zu verunsichern. Apple wird ein ähnliches Vorgehen als Arroganz angekreidet, mit dem Vorwurf:

"Ihr seid drauf und dran, etabliert zu werden."

Apple hat sich mit dem Mac-Approach (Benutzerfreundlichkeit) als "die andere Computer-Company" am Markt durchgesetzt. Wozu

also die ganze Aufregung? Wenn man Schutzrechte hat, warum soll man sie nicht in Anspruch nehmen? Der Apple-Anspruch steht und

fällt damit, daß die Macintosh-Benutzeroberfläche copyrightfähig ist. Darüber haben die Richter zu befinden. Was zur Aufklärung des Sachverhalts geboten ist, scheint freilich die US-Fachpresse nicht zu interessieren. Für neutrale Beobachter ist der Fall klar. Sollten die Richter

zu dem Schluß kommen, daß eine Verletzung von Apple-Rechten vorliegt, dann werden sich die Wettbewerber eben etwas anderes einfallen

lassen müssen. Einige Branchenbeobachter tun ja gerade so, als ob sie den Apple-Konkurrenten Originalität und Innovationskraft nicht zutrauen würden.