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28.11.1997 - 

Auch Mac-Version geplant

Corel bringt Grafikpaket Draw 8 auf den Markt

Corel Draw 8 setzt sich wie die Vorversion aus drei Hauptprogrammen zusammen: Draw für Vektorgrafik, "Photo Paint" für die Bildbearbeitung und "Dream 3D" für 3D-Entwürfe. Dazu kommen zahlreiche Utilities, etwa zum Scannen, zur Gestaltung von Strukturen mit natürlicher Anmutung, für Bildschirmfotos, Automatisierung, Schriftenverwaltung und OCR-Tracing.

Neben der Stammkundschaft wendet sich Corel mit der neuen Ausführung an Profi-Grafiker mit Macintosh-Ausstattung. Erstmals kündigt Corel für März 1998 zumindest die englische Mac-Fassung eines Draw-Pakets an, das weitgehend funktionsidentisch mit der Windows-Variante sein soll.

Die Corel-eigenen Dateiformate für Vektor- und Pixelbilder sollen hundertprozentig austauschbar sein. Damit greift Corel Draw vor allem die am Mac weitverbreiteten Illustrationsprogramme Adobe Illustrator und Macro- media Freehand an. Während Corel vielfach unübertroffene gestalterische Möglichkeiten bietet, bleibt abzuwarten, ob das Produkt aus Kanada auch in wichtigen Kategorien wie Druckvorstufe, Präzision und Stabilität an die etablierten Grafik-Tools der Mac-Publisher herankommt.

Neue Bedieneroberfläche und neue Funktionen

Auf den ersten Blick fällt die neue, Office-97-konforme Oberfläche von Corel Draw 8 auf. Schaltelemente nehmen dort ein dreidimensionales Aussehen erst an, wenn der Cursor in ihre Nähe gelangt und danach wieder bündig in den Schaltleisten versinkt.

Im übrigen hat Corel die Gestaltung seiner sehr komplexen Haupt-Applikationen ansatzweise vereinfacht: Die Paletten ordnen sich automatisch am Rand des Programmfensters an, viele Menüs und Dialogfelder wurden programmübergreifend angeglichen und - wo es möglich ist - vereinheitlicht. Das Bildprogramm Photo Paint hat einige Paletten deutlich besser strukturiert und bietet überdies auch bei hohen Zoomstufen durch eine Schaltfläche im Dateifenster schnellen Zugriff auf die Gesamtansicht einer Datei und auf verborgene Bildteile. Freilich bleiben die Corel-Programme auch nach dieser Überarbeitung eher kompliziert.

Im übrigen zeigt Draw viele neue, interessante Funktionen, wenn auch keine augenfälligen Sensationen. Linien kann das Programm wesentlich flexibler verzerren, aber auch durchschneiden als bisher. Text setzt Draw 8 per Klick in einen Rahmen. Außerdem kann man Rahmen ohne Text anzeigen, um freier als zuvor mit unterschiedlichen Größen und Layouts zu experimentieren. In den oft sehr komplexen Corel-Grafiken lassen sich Einzelobjekte nunmehr gegen weiteres Verschieben schützen und durch ein spezielles Symbol auch dann noch aufspüren, wenn sie komplett von anderen Bestandteilen der Grafik überdeckt sind.

Voll im Trend liegen neue Funktionen für realistische Schlagschatten und für HTML-Ausgabe. So sucht ein "Conflict Analyzer" die Datei bereits vor dem Speichern auf mögliche Unverträglichkeiten mit dem HTML-Format ab.

Während sich beim 3D-Programm Dream vergleichsweise wenig getan hat, zeigt Photo Paint 8 deutlich verbesserte Fotomontage-Fähigkeiten: Für jedes Objekt einer Komposition nimmt Photo Paint bei Bedarf eine Internet-Adresse auf, das Gesamtbild kann man also als Image Map speichern.

"Linsen" enthalten bestimmte Filter- und Kontrastbefehle, die alle darunter liegenden Bildteile korrigiert darstellen - ohne die Originaldaten tatsächlich zu verändern.

Neue "Clip Masks" ermöglichen es überdies, einzelne Teile eines Objekts zu verbergen, ohne zu löschen. Diese sinnvollen Verbesserungen zielen direkt auf die angepeilte Kompatibilität zu Photoshop 4, denn die entsprechenden Funktionen bietet das Adobe-Programm seit längerem.

Das Paket soll im Dezember für rund 999 Mark in die Läden kommen, Upgrades kosten 499 Mark.