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07.06.1996 - 

Anwendungen werden mit Java weiterentwickelt

Corel will das Vertrauen von Wordperfect-Usern gewinnen

Unmittelbar geht es für Corel darum, den Besitzstand - das sind etwa fünf Prozent des Office-Marktes - zu wahren. Dazu müssen vor allem Anwender bei der Stange gehalten werden, die auf Windows 95 umsteigen. Diese entschließen sich zumeist, nach dem Betriebssystem-Update 32-Bit-Versionen der Office-Applikationen einzusetzen. Im Gegensatz zu den Hauptkonkurrenten Microsoft und Lotus kann Corel aber derzeit noch keine 32-Bit-Versionen der Büroanwendungen anbieten. Deshalb und aufgrund der Spekulationen um die Zukunft des Textverarbeitungsprogramms überlegen viele Wordperfect-Kunden, auf MS Office umzusteigen.

Corel bemüht sich deshalb um einen Fahrplan für das Wordperfect-Paket, der Anwendern mittelfristig Orientierung geben soll. Demnach befindet sich die Win95-Variante mittlerweile im Betatest und soll im Juli freigegeben werden. Sie beinhaltet 32-Bit-Versionen von Wordperfect, der Tabellenkalkulation "Quattro Pro", "Corel Presentations", "Corel Flow", "Envoy", ein Tool für elektronisches Publizieren, den "Netscape Navigator 2.0" und "Sidekick" von Starfish Software Inc., einem Personal Information Manager. Besonderes Augenmerk richtete Corel auf Internet-Funktionen. Alle Anwendungen können HTML-Dateien bearbeiten. In Quattro Pro können Zellen Uniform Resource Locators (URL) beinhalten, die auf Web-Seiten verweisen, von denen Daten importiert und dynamisch aktualisiert werden können.

Als weiteren Schritt zur Modernisierung der unter Novell stiefmütterlich behandelten Office-Anwendungen plant Corel für 1997 eine Java-basierte Applikations-Reihe. Sie soll bisherige Produkte nicht ersetzen, sondern gerade für Intranets eine Alternative bieten. Sie wird aus Appletts zusammengestellt, die innerhalb eines Browsers wie Netscapes Navigator ablaufen können.

Nach Aussage von Eid Eid, Corels Direktor für Grafik-Software, wird die Java-Version nicht den enormen Umfang des Wordperfect-Pakets nachbilden, sondern sich auf die meistbenutzten Funktionen konzentrieren. Damit wäre die Corel-Bürosoftware für den von mehreren Herstellern propagierten schlanken Client geeignet.