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23.10.1992 - 

Banken richten sich neu ein

Corporate Identity soll sich in der Möblierung ausdrücken

KÖLN (pi) - Es liegt nur wenige Jahre zurück, als sich Kreditinstitute wie ein Geldschein dem anderen glichen: Kundenzone hier, Empfangstheke dort, Verwaltung und Sachbearbeitung mehr oder weniger unsichtbar im Hintergrund. Dies hat sich grundlegend geändert. Heute versuchen die Banken, ihr Erscheinungsbild an einer Corporate-Identity-Strategie und den Kundenwünschen zu orientieren.

Der tiefgreifende Strukturwandel in der Finanzbranche betrifft in erster Linie den Ausbau des Allfinanz-Angebots der Banken, wobei sich die Konturen zwischen Banken und Versicherungen zusehends verwischen und auch branchenfremde Wettbewerber auf den Plan treten.

Der kommende EG-Binnenmarkt sorgt für eine zunehmende Liberalisierung mit verstärkt grenzüberschreitender Geschäftstätigkeit und damit einhergehender erheblicher Konkurrenz; die deutsche Einheit und mit ihr die Marktwirtschaft in den neuen Ländern hat einen erhöhten Beratungsbedarf zur Folge. Mehr Informationen für die Kunden, komfortablerer Zahlungsverkehr und der Versuch, neue Kunden durch einen Ausbau der Produkt- und Leistungsbandbreite zu gewinnen, sind die strategische Antwort von Banken und Versicherungen.

Anforderungen an die Hersteller

Diese Entwicklung stellt auch Anforderungen an die Industrie als Hersteller von Einrichtung, Ausstattung sowie informations- und kommunikationstechnischen Systemen. Über das für das jeweilige Haus bestgeeignete Konzept müssen die Manager im Finanzsektor entscheiden. An sie wendet sich der Messeschwerpunkt Finanzdienstleistungen.

Von knapp 187 000 Besuchern der letzten Orgatec interessierten sich nach Angaben der Kölner Messegesellschaft über 10 000 besonders für das Angebot an Finanzdienstleistungen.

Erstes Interesse der Messebesucher seien damals Zahlungssysteme (40,1 Prozent), gefolgt von Hardware für den Geldverkehr (29,9 Prozent) und schließlich Sicherheitsanlagen (17,6 Prozent) gewesen.

Treffpunkt der Finanzdienstleister ist die Banker's Lounge im ersten Stockwerk der Halle 14. Dasselbe Publikum spricht auch das "Internationale C.C.S.-Symposium" des Hamburger Fachverlags Hoppenstedt & Wolff an, das sich den längst über den Zahlungsverkehr hinausgehenden Anwendungsmöglichkeiten von Kreditkarten widmet. Das Symposium findet vom 21. bis zum 23. Oktober 1992 im Congress Centrum West der Kölner Messe statt. Die Beiträge werden simultan ins Deutsche beziehungsweise Englische übersetzt.

Wie man das Outfit von Banken und Versicherungen in den Dienst der Unternehmensziele stellt, wollen die Bank und Objekteinrichter aus dem In und Ausland in Köln zeigen. Sie demonstrieren Mobiliar für die Kundenhalle und die Kundenberatung. Mit neuen Einrichtungsprogrammen soll eine ganzheitliche Gestaltung von der Kundenhalle über Front und Backoffice bis hin zum Chefbüro und dem Konferenzbereich erreicht werden. Immer häufiger sind Beraterplatz, Kassenbox, Schreibgelegenheiten für Kunden, SB-Einrichtungen Back-Office-Mobiliar und zum Teil sogar Beleuchtungskomponenten Elemente eines integrativen Möblierungskonzeptes. Unverkennbar ist nach Meinung der Messegesellschaft eine Tendenz zu einer offeneren Möblierung der Kundenhalle, mit der die Grenzen zwischen Front- und Back-Office ineinander übergehen.

Zentraler Anlaufpunkt innerhalb einer Bank bleibt für die Kunden auch in Zukunft die Thekenanlage, die ebenfalls in Gestaltung und Material den Veränderungen der Aufgaben im Bankgeschäft Rechnung tragen muß.

Im Front-Office zeigt sich nach den Veranstaltern die Tendenz zu leichteren, fast transparenten Möbeln, ohne die bisherige Sicherheit und Diskretion zu vernachlässigen. Holz, Stein geätztes Glas und Lochblech sind beliebte Materialien, die Blickschutz und Diskretion gewährleisten .

Bei den meisten Anbietern steht die Bedienungsgruppe mit automatischem Kassentresor, Bildschirm, Drucker und anderer technischer Ausstattung im Vordergrund. Die moderne Banktechnik ist dabei funktionsgerecht und ergonomisch integriert, die Geräte sind von der Kundenseite aus aber nicht sichtbar.

Bei den Lösungen für Beraterplätze setzen die Anbieter verstärkt auf einen kombinierten Arbeits- und Beratungstisch mit Platten in verschiedensten Formen.